mardi 30 avril 2013

Pedalistisch (aber bitte nicht fäkal!)

Es war gestern Dienstag, der JB war guter Dinge, hatte gut gearbeitet, ja, alles war gut bis… Bis er eine kuriose elektronische Rohrpost aus Frangstreich bekam. Drin ging es um folgendes:


Der JB übersetzt kurz für seine nichtfrantsösischöparlierenden lieben kleinen Freunde:
Fäkale Transplantation: eine "revolutionäre" Behandlung

Wie bitte? schrie erstmal der JB. Und dann, entsetzt, seufzte er: Warum ich? Ich hab doch nichts getan, ich bin nur brav und lieb…

Wie die Hünen Hühner ging er ins Bett und vor den Hühnern (und übrigens leider ohne Hünen) stand er auf: um 4.30.
Sehr schnell zeigte sich der Tag pedalistisch zu sein. Pedalistisch?!? wiederholen die lieben kleinen Freunden des JB in ihrem eigenen Palast. Ja: pedalistisch. Der JB erklärt es bald.

Es war also früh in dem Morgen, also in der Nacht, also es war dunkel, also auf jeden Fall: der JB wollte die Nachrichten sehen, was in der Zwischenzeit in der Welt passiert war. Es zeigte sich: wenig. Aber in dem SPON gab es einen Artikel über Fahrradhelme. Dass man sein Kopf schützen soll und so und, tja, dass die Helme nicht direkt sexy sind. Stimmt! sagte der JB in seinem sozialistischen Palast, während es noch so dunkel war, dass die Hünen (Mist!) Hühner noch schliefen. Aber dafür hatte der SPON die Lösung für dessen Leser, also für den JB. Der sofort vor sich hin für diesen elektrisierenden modischen Vorschlag schmalz, øøø, schmolz:


Man beachte bitte den Helm, nicht das Kleid, bitte danke.
Der JB sah sich sofort mit so einem Helm auf seinem Kopp. Er sah sich genauso behelmt, sorgenlos pedalierend durch die Strassen Berlins, beneidet von Allen, die er selbstverständlich mit Superbe ignorieren würde.

Pedalistisch und behelmt ging es weiter in den Nachrichten, selbst bei der TAZ, dank Tom©:


So fing also der Tag des JB an: pedalistisch.
Ja, der JB weiss. Pedalistisch gibt's nich auf deutsch. Aber kurz nach dieser Helmfund, blättend in der Zeitung des ADFCs fiel der JB auf folgende Kleinanzeige:


Der JB fühlte sich sofort angesprochen. OK, "NR" iss er ja nich, ganz im Gegenteil, aber "naturliebend" (in einem Wort geht es auch) ist er einigermassen schon, "fröhlich" ist er ja definitiv, "nicht allein" will er uff jeeeden Fall sein, und "nach Brandenburg" möchte er ja in den kommenden Tagen. Also radeln, wie gesagt: sorgenlos pedalieren. Und "Pedalist[in]" ist er zweifellos.
Dennoch, vor Zweifel doch angenagt, kiekte der JB in den Duden. Können die Deutschen sich Pedalisten und Pedalistinnen nennen? Tja, gute Frage!
Der Duden ist aber leider eindeutig: nö, hamma nisch.


Schaaade…
Aber man kann doch Pedalist sein, obwohl es nicht existiert, oder?
Klaro Karo! (Wer ist bloss Karo übrigens? die obenstehende stolze behelmte Dame?)

Man darf sich bitte schön nennen, wie man es wünscht. Das hat ja u.a. die queere Theorie Seite ein und Seite aus erklärt: selbst ein Schimpfwort kann man sich ja aneignen, tragen, und stolz davon sein, so zu heissen. Logischerweise (?) bedeutet es ja, dass Schimpfworte eigentlich harmlos sind. Wenn wir uns sie dann aneignen können und sie mit Stolz tragen. Zum Beispiel: auf "Leck mich am Arsch!" würden einige antworten: "Aber gerne!" Also harmlos sind sie theoretisch (aber eigentlich eher theorestuhl), dennoch bedeutungslos sind sie gar nicht (weder theorestuhl noch prakstuhl).

Radeln wir zurück (hö!) zu unserem Pedalist. Für Salticus59 bedeutet das Wort Radler. Das wiederum für einen Bietrinker ein Getränk bezeichnet. Für einigen unterdessen, z.B. G & N (hallau!) ist es lecker, für den JB ist es ekelhaft. Radler ist für den JB ein Schimpfwort, das für G & N ein Lobeswort ist. Und Pedalist? Für Satlicus59 ist es also ein Radler, aber für den JB ist es ein Schwule. Ju! Pedale hier, Pedale dort, die frantsösischö Sprache erklärt uns das alles:


Ob jetzt pedalieren ein Synonym von schwulieren ist, tja… Dieses komplexes Thema nehmen wir nächstes Mal, ok?
Tschö-öh!
Und den Helm nicht vergessen. Danke.

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