samedi 19 janvier 2013

In einem anderen Leben hiess der JB Angélique

Es ist kalt in Berlin. Sehr kalt. So kalt, ass der JB das Gefühl hatte, als er zurück vom Markt radelte, dass seine Rotze am erfrieren war.

Jemand: (…)
Der JB: Was?
Jemand: (…)
Der JB: Sorry, ich habe akustisch nicht verstanden. Mein Hörgerät ging gestern kaputt.
Jemand: (…) !!!
Der JB: Na, aber natürlich rede ich von meiner Nase! Was sonst?

Naja, der JB kann nichts dafür: er hat eine chronische Nasengangrän, wegen der derentwegen seine Nase, der frischen Luft ausgesetzt, (zu) leicht tropft. Es ist nur Nasenwasser, aber immerhin. Deshalb begeht sich der JB nie mit jemandem draussen, denn es ist ein bisschen peinlich vor einer mitgehenden Person eine Rotznase zu haben. Deshalb also sitzt (oder steht, oder liegt) der JB Tag ein und Tag aus zu Hause in seinem sozialistischen Palast und hört Musik. Und heute hört er das:



Toll! Einfach klasse! Der JB liebt dieses Lied, das er seit deren Eintragung in iTunes am 8.04.2011 schon 191 Male gehört hat. Der JB identifiziert sich total in die Songtexte, in Angeliques Geschichte & Gefühle. Der JB denkt: es geht mich ähnlich mit T:
He's leaving me for another girl
All I can say is: he's ruining my world
And all I can do is sit here and cry

Cry wurde in 1978 herausgegeben. Von Dennis Bovell produziert. Der ist in Barbados geboren und wanderte in 1965 mit seinem Vater nach London aus. Er ist der "Macher" (= the shaper) von Lover's rock. Man kann hier einen spannenden Artikel über diese Zeit lesen.
Cassounet, der das Video auf durohr eingetragen hat, sagt die Musik von The 4th Street Orchestra gespielt wird, aber nichts über Angelique. Wer ist sie? Keiner weiss, keiner scheint es wissen zu wollen, den Meisten ist es egal. Dem JB aber nicht, der noch einmal gegen den Sexismus in Reggae schimpfen muss. Noch wieder eine Frau, die verunsichbart worden ist (wie die Norweger sagen). Und nun muss der JB seufzen und wiederholen:
And all I can do is sit here and cry

Sonst kennt der JB eine Angelique. Mit É. Also Angélique. Sie:


Ah, Angélique… Die "Marquise der Engeln"… Seufz… (Nein! nicht die Markise!!!) Hier liegt sie also, nackt (selbstverständlich), mit Jeoffrey. Als Kind fand der JB den Jeoffrey superattraktiv & hätte den gern geheiratet. Naja. Jeoffrey war nicht so okay, obwohl es reimt. Denn er trug die unangenehmen Zufälle des Lebens (mild gesagt!) im Gesicht. Und das, mehrere Jahrhunderte vor dem Mackie Messer mit seinen Zähnen. Hier:


Hiii! Arme arme arme Jeoffrey… Und nicht nur das, aber er hinkt auf dem linken Bein. Pfui… Nein, das Leben ist nicht einfach. Selbst wenn man ein Adelige ist und Geld hat. Aber sonst war er fit im Schritt. Deshalb auch hat ja die Angélique ihn geliebt, nachdem sie ihn gehasst hat (so geht es ja immer). Hier hat man die erste Bettszene, wo Angélique sich erstmal wehrt. Aber dann… Tja, dann… wehrt sie sich nicht mehr.


Ah, diese Angélique…!
Denn Angélique, jetzt der Film (1964), war DER Softporno überhaupt in Frongraischs 60er-Jahre. Es wird nackt rumgegangen und rumgelogen rumgelegen und rumgesessen. Es wird nicht immer nackt GV-isiert, aber es wird extrem viel gevögelt. Hier noch eine widerliche Bettszene (wie man damals in der DöDöRrr über Parteiuntreue Genossen geredet hat). Man merke aber die Hauptrolle, die in der Szene von der Gardine gespielt wird:


Es gibt so viele Gründe, die erklären, warum der JB von Angélique fasziniert war. Die Zukunft hat nämlich gezeigt, dass er ein bisschen wie sie ist — wenn man die Haare auslässt. Denn, genauso wie er, braucht sie Riechsalz, nachdem sie schöne Männer gesehen hat:


Die kleinen lieben Freunde des JB können sich die Szene vorstellen. JB und G sind vom Nighter verschwunden. Aha. Was ist passiert? Na, einfach. Genau wie da oben: der JB liegt ohnmächtig (mit Perücke und Kleid) nachdem er T gesehen hat, & G reicht die Hand, die den Riechsalz hält, damit der JB wieder zu Bewusstsein kommt. Schwiiierig. Denn der JB hat auch genau das gleiche Leben wie Angélique.

Angélique sehnt sich viel:

Angélique weint viel:

Angélique schreit viel:

Angélique ist (wie gesagt) viel nackt:

Und das alles findet der JB prima. Das ist eine gute Lebenseinstellung um den Alltag zu bewältigen. Das macht einem/r optimistisch und nein pessimisstuhl. Er selbst kennt das ein und aus von seinem Leben in dem sozialistischen Palast.

Aber Angélique zu mögen, sich in Angélique zu identifizieren, ist leicht. Der Anfangstrailer hat uns davon schon gewarnt:


Es gibt keine Frau in dieser Welt, die nicht davon geträumt hat, Angélique zu sein…
Es gibt keinen Mann in dieser Welt, der nicht von Angélique geträumt hat…
JB macht eine leichte Korrektur:
Es gibt keinen Mann in dieser Welt, der nicht davon geträumt hat, Angélique zu sein…
Es gibt keine Frau in dieser Welt, die nicht von Angélique geträumt hat…

Aber es gibt auch DIE Lieblingsszene von dem JB. Als er die als Kind gesehen hat, wurde er fasziniert, paralysiert, magnetisiert! Das ist aber eine krasse Szene, boah… Die spielt sich in Angéliques Appartement.

Angéliques Dienstmädchen, Thérésa, vorbereitet das Nachtkleid…

Sie will es anfassen! Was für eine Flasche, diese Thérésa!

Oh nein, bin ich blöd! denkt sie.
Das Kleid ist ja mit Arsen vollbeschmiert worden!!!

Pfiffig wie sie ist, nimmt sie zwei Platanenblätter,
die gaaanz zufälligerweise da rumliegen und sich langweilen.

Dann trägt sie das vergiftete Nachtkleid zum Bett… Boah, krass, ey…

Aber jemand kommt! Das ist sicher Angélique! Schnell, wegrennen…

Oh neee… Was für eine Volltrottelin, diese Thérésa!
Sie hat ein arsenvolles Blatt verloren!
Liebe Freunde der Natur, es tut dem JB Leid, aber das Blatt ist tot.

Angélique kommt zurück.
Sie ahnt noch nicht, dass sie in wenigen Minuten verarsent wird und sterben soll.
Mist und Doppelmist!

Arme Angélique ist, wie so oft, unglücklich…
Sie hat ja viele Sorgen in dem ganzen Leben.

Aber Angélique ist megaschlau! Sie hat den Blatt entdeckt!

Sie ruft Thérésa. Aber wieder megaschlau, wie sie ist,
konfrontiert sie Thérésa mit dem Blatt gar nicht. Héhé…

Nachdem Thérésa Angélique von ihrem Abendkleid ausgezogen hat,
(nein, das ist keine lesbische weder Liebes- noch Bettszene!)
greift Angélique das Tischtuch, das sonst nach dem Sinn des Lebens sucht.

Angélique nutzt es um das giftige Kleid rühren zu können ohne selbst sterben zu müssen.
Noch wieder hypraschlau!

Und dann fängt die Lieblingsszene des JB richtig an:
Angélique peitscht Thérésa mit dem arsenbeschmierten Nachtkleid!

Jau, Volltreffer, Angélique Marquise der Engeln!

Und das auch!
Peitsch, peitsch, peitsch!

Und das auch noch!
Arme Thérésa. Denn… Arsen tut a bisserl weh.

"Nimm das, du Nutte!" sagt Angélique im Ernst.

"Und das kriegst du auch, du Hure!"

Tja, Thérésa sieht nicht gut aus…

Thérésa ist sehr unschön, so verarsent.
Angélique muss kurz vor Schreck schreien.

Thérésa stirbt langsam…

… und langsam…

… und langsam.
What a beautiful agony!

Fertsch!
Und tschüss, Thérésa!

Wenn die kleinen lieben Freunde des JB die Szene real sehen wollen, läuft es hier unten und fängt so circa um 1h13m25s. Umso besser: es ist auf Russisch synchronisiert! Genial denn strenger! Ah ja, der JB hat vergessen: das ist in dem Fülm #3 über Angélique: Angélique und der König, von 1966:



Das war also Angélique.
Aber der JB möchte bitte schön zurück zu der anderen Angelique, die ohne É, und deren Satz:
And all I can do is sit here and cry

Denn der JB erinnert sich, dass dieser englische Verb, to cry, ist nicht nur aus dem frantsösischö crier (= schreien) entlehnt, und das genau im frühen 14. Jahrhundert, teilt etymonline mit, aber peu à peu den uralten pangermanischen Verb to weep ersetzt hat. Im Alten- und Mittelenglisch hat man nämlich to weep benutzt. Francis Henry Stratmann, in seinem Dictionary of the Old English Language von 1878 zeigt es uns:


Aber zwischen der Kruste (= crust) und der Kuh (= cû < cow) gibt es kein kraj (= cry). Pech für die heterosexuellen mittelalterlichen englischen Skinheads von damals: No woman, no cry. Oder andersrum: No cry und sowieso no woman. Die homosexuellen mittelalterlichen englischen Skinheads haben sich gefreut.


So ist es mittlerweile nicht passiert. Das heisst: to cry hat sich nicht zu to weep substituiert. Beide Verben haben ihre eigene Bedeutung bekommen. Der ursprüngliche wepan hat das Weinen bezeichnet, wo der frantsösischö crier für das Heulen charakterisiert hat. Besser: weeping hat man silently, also leise, und crying audibly, also hörbar, gemacht. In seinem 1794 Buch The distinction between words esteemed synonymous in the English language erklärt uns John Tusler den Unterschied:


Der letzte Satz, behauptend dass Kinder eher heulen und Erwachsenen aber lieber und bitte schön weinen würden, ist nur ein Standpunkt. Das möchte der JB betonen. Nehmen wir Angélique, zum Beispiel: sie hat immer geheult, also cried. Nur hat sie geweint, also wept, wenn sie Sexkummer hatte. Ausgerechnet das versteht der JB ganz gut.

Aber zurück zu John. Denn sein Buch wurde in 1803 beinahe kopiert (oooh!) und als English synonymous bennant — und auch köstlich erweitert:


Ist das nicht schön?
Es ist nicht der Lärm, den wir machen, der einen grösseren oder kleineren Mass von Trauer bezeichnet; denn der heimliche Weiner könnte mehr verzweifelt sein als der, der laut heult.
Und es gibt noch besseres!
Vom Erlebnis her wurde das Heulen so empfunden, dass es zur grösseren Entlastung von Betrübnis bringt.


Der JB sagt einfach: wunderbra!
Es ist ein Trost für uns alle. Egal, ob wir weinen oder heulen; egal ob laut oder leise, egal ob alleine oder mit Anderen, Tränen vergiessen ist gut und lindert.

Eins ist dennoch sicher: heutzutage wird man generell eher to cry als to weep benutzen. Also, im diesen Sinne hat to cry to weep ersetzt. To cry ist im modernen Englisch genauso alltäglich wie to weep im Alt- und Mittelenglisch es war. Wenn man aber in den feinen Nuancen der Verben gehen will, gelten die damaligen Unterschiede immer noch, wie das Merriam Webster's Dictionary of Synonyms von 1984 es betont:


Aber in seiner Suche hat der JB was ganz kurioses gefunden. Etwas, dass selbst Angélique gern sehen und lesen würde, ausgerechnet in ihrem Softporno: die englische pornographische Version der… Bibel! Doch! Das ist auf Scots geschrieben, also eine Sprache nah dem Englischen, die in Schottland geredet ist. Denn dort sagt man weder to cry noch to weep, sondern to greet. Und das würde man auch in Nordirland machen, hat der JB gelesen. Vielleicht N greets auch manchmal… Jedenfalls steht der Text rechts auf Mittelenglisch, und der links auf Scots:


"After the cock crows" — Boah! Vollporno, ey! Denn, soweit der JB weiss, bedeutet cock nämlich:

Also die richtige Übersetzung ist:
Wenn dein Puller schreist, wirst du mich verleugnen —
[zwischen den Zeilen: weil der zu einem Anderen geht!]
und dann ging er [zu ihm —Wort fehlt] und grüsste und empfing [ihn — Wort fehlt hier auch].
[zwischen den Zeilen: der Zweite hat sich überlegt, genau wie Angélique mit Jeoffrey, und hat letztendlich gedacht: ach, es lohnt sich doch mit ihm.]

Doch, DAS ist die richtige Übersetzung, denn das Pons Wörterbuch erklärt nämlich:


Oooh! Die Bibel würde dann in Schottland die ganze Zeit über Penisse und Phallusse Phalli* reden? Und der JB hat davon nie Bescheid gewusst?! Das ist aber Murks und Tricks und Betrug!
* = doch, Phallus wird anscheinend Phalli im Plural auf Deutsch — auch das ist dem JB ein Rätsel!!! Oh, Mann! Der JB erfährt gerade, dass man auch der Anus - die Ani sagt! Es muss ein Scherz sein… Sagt wirklich ein Proktologe zu seinem Freund der Hautarzt: "Du, ich habe heute dreissig Ani untersucht, ich kann nicht mehr." Nein, oder…? Aber man sagt der Lapsus - die Lapsus und der Virus - die Viren. Deswegen macht der JB so viele Fehler auf Deutsch!!! Und wieso bitte schön heisst es das Kartoffelmus - die Kartoffelmuse? Und nicht nur das, nun hätte der Kapitalismus kein Plural! Das ist dem JB also neu!! Marx sei Dank ist der JB überhaupt kein Partisan des Kritizismus.

Aber zurück der perversen schottischen Bibel. Falls der JB nicht Bescheid wusste, hat schon Shakespeare das alles studiert. Doch! Der! Englands grösste Theaterautor! In A Dictionary of Sexual Language and Imagery in Shakespearean and Stuart Literature von Gordon Williams (1994) liest der JB die genaue Bedeutung von das Wort tear, also Träne:


Und unserer alter guter to weep ist auch dabei… Der JB kann es gar nicht fassen!


Selbst Susan Sontag († RIP) hat das benutzt, und der JB hat es nie gewusst. Wenn es so ist, nimmt der JB erstmal Angéliques arsenbeschmiertes Nachtkleid und geht einige bösen Personen peitschen. Und dann wird er Angeliques Lied wieder hören und weinend mitsingen:
And all I can do is sit here and cry

vendredi 18 janvier 2013

L'histoire du oui (très mouillé) en français (moins mouillé)

Et, l'autre jour, après avoir glosé en allemand sur la très énervante "patalalisation de la consonne fricative alvéolaire" S comme dans, au hasard, sexe (notée en phonétique internationale [s]), que certains locuteurs prononcent ch, le fameux ch allemand [ç] si difficilement prononçable pour les Français, comme dans Milch — ou d'autres encore, tel le ministre de l'Économie Philipp Rösler, lequel prononce également ch = [ç] le son sch [ʃ] comme dans, toujours au hasard, chibre; après ça, donc, JB recevait de A le mail suivant:


Autrement dit, A, après avoir souhaité à JB ses vœux de bonne année, s'interrogeait sur un autre point de phonétique, du français en l'occurrence: selon lui, certains locuteurs prononceraient parfois, à la fin du mot oui, le son [ʎ], ce qu'on appelle vulgairement en linguistique le L mouillé (et ce n'est pas un pétard… mouillé — hö!). Les petits amis de JB se posent immédiatement la question: il correspond à quoi, ce son? A donne un exemple, lui qui est italophone: le mot aglio en italien, [aʎʎo] en écriture phonétique internationale, ail en français, [aj] en écriture phonétique.

Le corps enseignant déclare souvent aux élèves apprenant l'italien que ce L mouillé, représenté en italien par le phonème gli se prononcerait comme notre, par exemple, aille français (ou eille, ou ille, ou ouille, etc.). Mais l'écriture phonétique nous montre le contraire. En fait, non, il s'agit de deux consonnes distinctes, certes proches l'une de l'autre, mais bel et différentes. La première est un L mouillé, donc; la seconde ce qu'on appelle un yod, comme l'allemand ja ou l'anglais yes (= oui, fort justement). Écoutons, grâce à Wikipédia, les deux sons, pour bien entendre de quoi il s'agit — puisque c'est aussi, on le verra plus tard, le cœur du problème.
Voici le son "yod" = [j]:


Et voici le fameux L mouillé = [ʎ]:



Ainsi, selon A, oui se transformerait en une espèce de ou-ille ou oui-lle. C'est du moins ce que croit entendre A, qui en demande l'origine à JB et dit que cette prononciation le "rend dingue, dans le sens positif du terme".

Hum.
De prime abord, JB n'a pas l'impression d'entendre ce son. En y réfléchissant, en s'exerçant tout seul dans son palais socialiste (il y revient, sur l'exercice, pas sur le palais socialiste), il peut à la limite entendre quelque chose de cet ordre. Puis en cherchant dans ses documents et dans internénette, il trouve tout un tas d'informations qui vont dans le sens du ressenti de A.

Mais d'abord, pour comprendre le pourquoi du comment, il faut s'atteler à deux domaines spécifiques de la linguistique: la phonétique articulatoire et la phonétique historique. Ça a l'air hypercompliqué posé comme ça, voire ça ressemble à des pathologies graves; mais, primo, ça n'en est pas, secundo, JB va tenter de l'expliquer simplement à ses petits amis.
La phonétique articulatoire étudie comment l'être humain prononce non seulement les sons, mais chaque lettre, voyelles et consonnes notamment. La phonétique historique étudie comment un son évolue dans l'histoire de la langue. Exemple: comment on passe du latin cōda, à la forme cauda, puis à cue en ancien français, à coue en moyen français, pour arriver enfin à queue en français moderne. On n'étudie donc pas la sémantique, le sens du mot, mais sa morphologie.

Pour prononcer des mots et des lettres, nous n'avons pas seulement besoin de la voix et des cordes vocales. Mais aussi de la bouche et de ses différents organes: la langue, le palais, les dents, les lèvres et, plus bas, la luette, parfois la gorge. Mais aussi le nez, surtout en français. Outre qu'il nous sert à former les consonnes M [m] et N [n], comme dans respectivement minou et nœud, c'est grâce à lui que les voyelles nasales peuvent exister: "an" = [ã] comme dans bander, "in" = [ɛ̃ ] comme dans sein et "on" = [õ] comme dans nichon.
Bon.
Selon que chaque région de la bouche est mobilisée, la consonne (puisqu'il est d'abord question de consonne) porte d'une part le nom de ladite région (ici buccale), d'autre part la façon de prononcer cette consonne: sourde (on retrouve le sexe = [s]) ou sonore (on a par exemple zézette = [z]). JB a déniché une coupe sagittale de la bouche qui montre bien le phénomène:


Et JB a déniché un autre joli tableau qui explique à ses petits amis comment les consonnes utilisées en français sont ordonnées en fonction de ces paramètres articutoires:


Comme on le voit, le son cité par A, le fameux L mouillé [ʎ] ne s'y trouve pas. Et pour cause, il n'existe pas en français. Il existe dans l'écrasante majorité des langues romanes mais pas en français, donc — JB expliquera pourquoi après. Wikipédia nous indique sa graphie dans les différentes langues où il apparaît (et JB a souligné particulièrement le cas de l'italien puisque A est italophone de naissance):
Plusieurs langues prononcent ce son: le serbe (écrit љ en alphabet cyrillique et lj en alphabet latin), le croate (écrit lj), le breton (écrit ilh), le letton (écrit ļ), le féroïen (écrit l quand il précède une affriquée/occlusive palatale, exemple : fylgja [fɪʎʤa]/[fɪʎɟa]), l'italien (écrit gli), le portugais (écrit lh), le catalan (écrit ll), l'espagnol (écrit ll), l'occitan (écrit "lh") etc.

Si on prend le tableau complet de toutes les consonnes existantes, on voit que le L mouillé [ʎ] est une consonne spirante latérale palatale voisée, c'est-à-dire qu'elle est prononcée grâce notamment à l'action du palais (d'où palatal) — et il faut sans doute cliquer sur l'illustration pour bien lire:


Bon.
Ceci posé, on peut maintenant revenir à la question liminaire qui est donc de savoir si certains locuteurs du français prononcent de nos jours un L mouillé à la fin du mot oui. JB a eu beau chercher et chercher, il n'a hélas trouvé (désolé, A) aucune information absolument affirmative en ce sens.
Mais.
Car il y a un mais.
Ce pourrait être possible. Pour des raisons tant de phonétique articulatoire que de phonétique historique. Puisque, et JB espère que ses petits amis sont bien assis car ils risquent de faire une infarctus linguistique, il n'est pas tout à fait juste d'affirmer que le L mouillé = [ʎ] n'existe pas en français. Il a existé en français.
Si!
Et il y a mieux.
Non seulement le son [ʎ] a existé en français, mais il ponctuait le mot oui!!!
Ça alors! C'est dingue!!

Pour comprendre, il faut d'abord en passer par la phonétique historique, donc voir comment le mot a évolué au fil des siècles. JB répond d'emblée à la première et fracassante révélation: l'existence passée du L mouillé [ʎ], par conséquent tombé en obsolescence en français. Le latin ne connaissait pas plus ce son, apparu au tout début du développement des langues romanes, ainsi que nous l'explique Kristoffer Nyrop, dans sa Grammaire historique de la langue française (1909):


Oui vient du latin hoc ille, qui signifie celui-ci. Ce hoc ille a donné oïl en ancien français, puis ouïl, ouil et ouy en moyen français. En fait, et c'est en cela que réside le caractère génial de la question posée par A par JB, l'adverbe oui offre un petit concentré de l'histoire de la langue française.

JB vient de lâcher le mot oïl, et chaque francophone subodorera qu'il est question de langue d'oïl. La langue d'oïl, parlée dans le nord de la France, versus la langue d'oc, parlée dans le sud de la France. Mais ça veut dire quoi, exactement? Cette distinction, et c'est une fois de plus en cela que réside le côté génial de la question posée par A, qui est italophone (JB tient à le rappeler), on la doit à… Dante (1265 - 1321) — un Italien lui aussi, donc. Dante est le premier à consigner cette différence qu'il décline en trois aires linguistiques. C'est encore à Kristoffer Nyrop que JB fait appel pour comprendre de quoi il retourne:


Dante a donc dit:
En effet, les uns disent Oc, les autres Si, et même encore d'autres disent Oil [= Oui]. [L'Italie est] le beau pays où sonne le si."
Et, si on regarde la répartition géographique de ces langues du oc/oui/si, cela donne:


Plus exactement, cela donne:


L'histoire du français se caractérise par l'extension de la langue d'oïl, et plus particulièrement du français parlé dans ce qu'on désigne aujourd'hui l'Île-de-France (Paris et sa région), au détriment d'abord des dialectes de la langue d'oïl, puis de la langue d'oc, qu'on a donc rebaptisée au XIXe siècle occitan. Et le philologue Henri Estienne, dans son ouvrage de 1579 La précellence du langage français liste toutes les façons de dire oui dans les régions francophones:


Si on en revient ainsi à l'histoire du oui en tant que descendant de oïl, lui-même descendant du latin hoc ille, l'histoire se décompose comme suit, et c'est cette Ferdinand Brunot, dans son Histoire de la langue française (1905), qui nous la raconte:


Est-ce que les petits amis de JB suivent?
Hoc ille a donné o, qui donné o il lequel, par agglutination, est devenu oïl, pour aboutir à oui. Maintenant que nous avons vu l'évolution morphologique, voyons l'histoire phonétique de l'adverbe. Car comment était prononcé ce oïl? Tantôt [ɔi], tantôt [ɔil], croit savoir Wikipédia. Mario Rossi, dans son Dictionnaire étymologique et ethnologique des parlers brionnais (donc de la Bourgogne, ce qui permet à JB de saluer son cher ami É) publié en 2004, est quant à lui plus catégorique:


Ha! s'exclame JB dans palais socialiste, ainsi donc les Français du moyen âge étaient des skinheads avant l'heure puisqu'ils disaient "oï"! Ha!
Mais nan, c'est une blague que JB était obligé de faire puisque le fameux oi oi! anglais des skinheads signifie en fait bonjour et non oui.
Trêve de bêtises et revenons à la prononciation.

Le pronom personnel ille, qui a donné notre il moderne, se prononçait en ancien et moyen français [iʎ]. Jean Hindret (ou Hindert) dans son ouvrage L'art de bien prononcer et de bien parler la langue françoise (1687) nous l'explique:


Les deux L étaient "mouillés de même", dit-il, donc des L mouillés. Jusqu'au XVIIe siècle, cette prononciation à partir de du pronom personnel latin était même paradigmatique — c'est-à-dire qu'on expliquait comme articuler le son, a priori déjà difficile à prononcer, à partir de ille et ses dérivés:


Ainsi, on prononçait autrefois ail [aʎ] comme l'italien moderne aglio [aʎʎo], paille, dérivé du latin paglia se prononçait [paʎ], etc.
JB l'a expliqué, ce ille a donné il, qui a constitué le L de oïl, lequel a donné oui. Et, à en croire certains grammairiens et philologues, oïl s'est prononcé [ɔi] ou [ɔil]. Or non. Avant cette évolution, il s'est bel et bien prononcé [ɔiʎ] et s'est orthographié oilh, le lh étant une des manières de retranscrire le L mouillé (graphie conservée en portugais moderne), mais les variantes li et ll existaient aussi, comme nous le verrons un peu plus bas.

Pour en avoir la confirmation, il faut vraiment se décarcasser (3 jours de recherche!!!) et aller dénicher l'étude écrite en allemand du professeur (américain!) de français John E. Matzke au Bodwoin College de Brunswick dans l'État du Maine, intitulée Dialektische Eigenthümlichkeiten in der Entwicklung des mouillierten l im Altfranzösischen, publiée en 1890 dans la revue Modern Language Association of America. Matzke a compulsé tous les texte écrits en ancien français pour rédiger son travail: Caractéristiques dialectiques de l'évolution du L mouillé en vieux français (ouf!). À partir des poèmes, et donc à partir des rimes, il a pu déduire d'une grande quantité de prononciations de sons, parfois obscures pour un œil moderne. Et, pour notre histoire du L mouillé, il a à chaque fois indiqué s'il était accentué (betont) ou non accentué (unbetont).
Il note d'abord, et c'est JB qui souligne:
Il convient en wallon de prêter attention aux formes du pronon ilh (= ils et il), de même que cilh, icilh et oilh (= oui).


Ce qui confirme donc ce que JB posait plus haut. Autre exemple d'un oilh, icilh (si JB peut dire):


On remarquera également le filh qui correspond à notre fille moderne, équivalent au figlia italien, lequel a conservé le L mouillé — sachant que fille s'est lui-même longtemps prononcé [fiʎ]. Avec cette graphie en -lh, la prononciation devient assez évidente, même pour un lecteur de 2013. Mais Matzke donne d'autres occurrences, où notre oui moderne adopte déjà en ancien français sa graphie du moyen français, à savoir, comme ci-dessous oil puis ouy, et que tous deux sont également "betont", c'est-à-dire accentués:


On peut donc en conclure que le latin ille prononcé ['iʎe] est devenu ilh prononcé [iʎ], s'est agglutiné au o, lui-même vestige de hoc, pour donner oilh prononcé [ɔiʎ] en ancien français. De deux mots o + ilh, ils n'ont plus fait qu'un. Ilh se prononçant avec un L mouillé, il est normal que oilh se prononce également avec un L mouillé. En moyen français, l'adverbe prend la graphie oïl prononcé [ɔil], bien que subsistent des vestiges parlés du [ɔiʎ]. Le mot voit sa graphie évoluer vers ouïl/ouil/ouy/oüy et se stabilise enfin à oui prononcé [wi] — ce [w] étant quant à lui ce qu'on appelle une semi-voyelle.

Par conséquent, le son [ʎ] était tout à fait vivant en ancien et en moyen français, a commencé à décliner dès le début du français classique, mais il est mort de sa belle mort au XIXe siècle, malgré les efforts acharnés par certains de le conserver. Au premier rang desquels Émile Littré, oui, lui, l'homme du dictionnaire homonyme. Dans son Traité de prononciation française (1900), Auguste André se gausse:


Et le grammairien Kristoffer Nyrop de lui donner raison, tout autant ironique et portant sa critique sur les chanteurs, après les acteurs chez André:


Enfin, pour quiconque en douterait encore, le yod [j] est considéré définitivement, en 1913, comme un synonyme du L mouillé pour le grammaire Philippe Martinon, dans sa méthode Comment on prononce le français. Il n'accorde pas un mot à une éventuelle prononciation en [ʎ]. Seul existe le [j]:



Si JB reprend la supposition de A qui croit entendre un L mouillé final à l'adverbe oui, nous pourrons tous en cœur lui répondre: désolé, A, tu te trompes, puisque le [ʎ] n'est plus prononcé par les francophones, voire plus prononçable par eux.
Mais peut-être A entend-il vraiment quelque chose. Oui, peut-être ne se trompe-t-il pas d'un point de vue auditif, mais confond la consonne entendue. JB doit revenir sur l'évolution du oui, au regard de la disparition du L mouillé.

Car JB a affirmé de façon un peu péremptoire que celui-ci avait disparu. C'est inexact. Il s'est en réalité transformé. De [ʎ], il est passé à un yod, au son [j]. En linguistique, c'est ce qu'on appelle, la yodisation de la consonne palatale. La consonne spirante latérale palatale voisée [ʎ] est devenue la consonne spirante palatale voisée [j]. L'articulation sur le côté du palais a peu à peu disparu. Manuel Bruña Cuevas, de l'université de Séville, résume le procédé par la citation infra, puisée dans un article publié en 2003 et intitulé Réduction du système phonologique français. La perception du l palatal français:


Ceci dit, objecteront les petits amis de JB, il n'y a jamais eu de [j] en final du mot oui. C'est tout à fait exact. Là où JB veut en venir, c'est que: si A entend un son à la fin du oui, c'est nécessairement un yod et non un L mouillé. À force de recherches, il a trouvé deux occurrences. Un internénetteur de Wallonie propose le témoignage suivant sur un forum:


Et le Glossaire acadien de Pascal Poirier précise à son article sur l'adverbe oui:


Dans les deux cas, nous constatons la présence de cette yodisation dont JB parlait plus haut. Comme les gens qui ont été enlevés par les extraterrestres, A n'est donc pas seul dans son ressenti et sa conviction. Cette prononciation résulte peut-être d'une survivance de ce très ancien L mouillé, yodisé ensuite. Peut-être s'est-elle conservée en vertu d'un régionalisme, qui fait prononcer oui non plus [wi] mais [wij], oui-lle en quelque sorte.
En outre on peut cerner dans quelle mesure ce mot yodisé intervient. Il n'est pas prononcé dans le cadre d'un oui franc, affirmatif et souvent bref. Il ne l'est pas non plus lorsque le I final est allongé, que l'on dit dès lors ouiii, en sous-entendant un très ironique "en effet", "c'est cela". Mais il l'est à coup sûr lors d'un oui jubilatoire, qui marque la grande joie, l'énorme satisfaction.

Une dernière explication, justement.
JB ne s'est pas esquinté le popotin pour rien à expliquer la phonétique articulatoire. Car si on se penche sur la dernière voyelle de l'adverbe, le I, donc, il s'agit en linguistique d'une voyelle fermée (ou haute) antérieure non arrondie. Si elle est "antérieure", elle est prononcée à l'avant de la bouche, comme nous le montre cette deuxième et merveilleuse coupe sagittale:


Et qu'est-ce qu'on voit sur le schéma? Où se situe notre [i]? Bingo: sous le palais, sous la région palatale, à l'endroit même où tant le son [ʎ] que le [j] sont eux-mêmes formés. De plus, et on est là de plain-pied (hö! la blague) dans la phonétique articulatoire, si on prononce un I non plus bref mais long, très long, en français, le son [i] se transforme [j]: la voyelle devient en finale un yod, on entend une sorte de illlle, ce que le Wallon de tout à l'heure suggérait, et ce que JB a pu constater in vivo dans son palais socialiste en s'exerçant. Tant d'un point de vue phonologique que morphologique, le son produit a lieu dans la même région et fait par conséquent appel, en l'espèce, à une consonne formée par ces organes.
On peut confirmer cette analyse avec l'onomatopée Argh! Tant le A que R sont formés à l'arrière de la bouche. L'étouffement signifié par le mot est confirmé par le processus articulatoire de ce même mot: en passant de A à R, on va de plus en plus vers la partie postérieure de la bouche, vers la gorge, vers l'étranglement induit.

Mais JB ne saurait terminer ce looong post (oui, bon, d'accord, il fait toujours trop long, il sait) sur le L mouillé que savent prononcer les italophones, donc A, et que les francophones, donc JB, sont infichus ne serait-ce que d'articuler. Toutefois, toujours aussi débordant de perspicacité, JB a trouvé la description parfaite pour briller en société, que ce soit autour d'une bacalhão portugaise, d'une tortilla espagnole ou de pâtes italiennes à l'aglio (= à l'ail). Et c'est notre nouveau copain Henri Estienne († RIP), qu'on a pu lire ici à plusieurs reprises, qui, déjà en 1579, nous donnait un truc, un tuyau, le moyen le plus idéal pour y parvenir. La méthode est simplissime. Et surtout hypersimplissime à comprendre. Sur ce, JB souhaite un bon entraînement à ses petits amis!!!


JB répète:
Elle se fait par un autre mouvement de la langue, tout contraire à celui qu'elle fait lorsqu'elle veut former le son de l'L sèche: car au lieu de se redresser par le bout vers le palais, elle se recourbe vers les dents d'en bas et s'élargit par le bout et vers le milieu, comme si elle voulait former un I, qui se trouve interrompu dans sa formation par le battement de la langue vers les dents d'en bas.
Wouah! Bon courage, hein!

jeudi 17 janvier 2013

Déprimé à plein temps/vollzeitdeprimiert

Et JB, dans le froid berlinois, continue à traduire Ingvar Ambjørnsen et adooore bien sûr cette réplique d'Elling à Reidun, à propos de Kjell Bjarne:
Il parle de démissionner de son travail à mi-temps. Pour pouvoir être déprimé à plein temps.
HA HA HA !!!


Und der JB, in der Berliner Kälte, übersetzt Ingvar Ambjørnsen weiter, und liiiebt natürlich diese Replik von Elling an Reidun, über Kjell Bjarne:
Er überlegt schon, ob er sein Job nicht kündigen soll. Damit er rund um die Uhr deprimiert sein kann.
HA HA HA !!!
(© Übersetzung von Gabriele Haefs * Dank G — G hat nämlich das Buch auf Deutsch & hat dem JB die Replik lautgelesen.)

Und eine andere Übersetzung könnte auch sein, näher am norwegischen Text:
Er überlegt schon, ob er sein Teilzeitjob nicht kündigen soll. Damit er vollzeitdeprimiert sein kann.

mardi 15 janvier 2013

"We said we'd never never part"



Und der JB liebt es, wenn Joe White (erstmal um 1'14'', dann wieder um 2'16'') diesen Satz sagt und singt:
But lately, I found that you're stranger in my heart
Alles is perfekt: seine Stimme, seine Phrasierung, sein Falsetto - alles.
Und wenn man richtig zuhört, dann tauchen die Drums auch auf.
Ja: perfekt.