Und der JB, ohne dass er es wirklich verstehen kann (oder doch, im Nachhinein versteht er das ganz genau, aber er verrät es hier nicht), hat plötzlich Hortense Ellis' Stimme singende im Kopf. Oder genauer hat er diese Zeile von ihr im Kopf:
Now I would like to start all over again
Und, in seinem iTunes suchend, das Lied findend, erinnert er sich an die nächste Zeile: I just wanna change my mind
Lass uns das Lied anhören.
Schön, oder?
Mit diesem paradigmatischen Bild der gescheiterten Liebe: I keep lookin' back, but my baby's not in sight
Oder vielleicht ist es sogar ein Bild, eine Geste, die zu der Liebe gehören, egal ob diese gelungen oder gescheitert ist. Man verlässt den/die, man liebt und automatisch wirft man einen schnellen Blick hinter seinen/ihren Schulter: ist er/sie immer noch da? fragt man sich. Folgt er/sie mich immer noch mit den Augen? Oft, wenn der/diejenige immer noch zuguckt, dann könnte man vor Glück springen. Wenn nicht, und nun egal ob man immer noch zusammen ist oder nicht, kommt ein Zweifel, ein bohrender, nagender, gefährlicher Zweifel — und dann denkt man genauso gefährlich: Na, wenn er/sie mich nicht zuguckt, liebt er/sie mich wohl nicht (mehr), oder?
Aber neijjjn! sagt der JB. So muss es nicht unbedingt sein. Und nicht vergessen: man ist in solchen Phantasien sein bester Feind.
Genauso geht es mit der englischen Redewendung change one's mind. So isoliert, also weg von einem kompletten Satz, ertönt sie plötzlich in ihrer Wörtlichkeit — und bestätigt somit die Theorie der Sprachwissenschaft, d.h. was Ferdinand de Saussure unterschieden hat zwischen dem Signifikant (was man hört) und dem Signifikat (was es bedeutet). Also heisst change one's mind gar nicht, dass man sein Gehirn ersetzt (!), nein, sondern dass man seine Meinung ändert. Der JB, wortpervers wie üblich, hört und versteht beide Varianten!
Aber zurück zu dem Lied.
Hortense, die Schwester von Alton, Mutter von… vierzehn (14!) Kindern, erfährt der JB auf ihrer frantsösischön Wikipedia-Seite, hat dieses Lied nach ihm gesungen, in 1971, und damit, "turned [it] inside out, using the role reversal ploy to recast them as statements of female anguish rather than male uncertainty", teilt allmusic mit. Selbst hat der Alton dieses Originallied von Tyrone Davis in 1968 gecovert, und man hört, dass die Instrumentierung fast gleich ist. Der Orgel ist bei Hortense weg, deren Version mehr "doddig" (also Clement Dodd, der das Lied produziert hat), mehr Studio 1 ist.
Mit seiner akustichen Version folgte die instrumentale von Jackie Mittoo in 1969, mit dem Hammond-Orgel natürlich ganz vorne. Dann auch, am selben Jahr, die von Byron Lee (nicht schlecht). Danach kamen Brentford Road Allstars (1970), Horace Andy und Nicky Thomas (beide 1973, der Erste (sehr) schön in roots), Gregory Isaacs (1977) und Delroy Wilson (1978), der unterschätzte Dennis Brown (1982) — und anscheinend auch John Holt in 1978, aber der JB weder kennt die Version von ihm, noch findet sie.
Viel Spass beim Hören!
En-fin! Voilà deux jours que JB cherchait un morceau. Il a retourné son mange-disque électronique en quête de la chanson en question. Il avait les notes du refrain qui courait dans la tête (pensait-il). Il avait la phrase de ce même refrain qui tournait en boucle dans sa bouche (pensait-il: "There is no love"). Mais il avait beau chercher: rien. Jamais en manque d'une exagération affective et linguistique, JB était désespéré.
Quelques heures plus tôt, JB avait réentendu par un hasard qu'il a oublié le désormais classique My Conversation des Uniques. Et, de son humble avis, il trouvait que, musicalement, la chanson s'enchaînait bien (du moins dans sa tête compliquée) avec le morceau qu'il recherchait.
Ce recherchant, JB a appris que My Conversation est entre-temps devenu à rebours un hit interplanétaire à cause de la série Lost (ce qu'il ignorait puisque, nanti de son vieux poste de 1903 dépourvu de télécommande, il ne l'allume que pour regarder la Volksmusik, notamment quand Mireille Mathieu chante Goodbye My Love avec Floriane Silbereisen) et, du moins de ce côté-ci du Rhin, la maison de disque a interdit le visionnage de la chanson des Uniques sur toitube, tant et si bien qu'on obtient invariablement ce message:
Bref. JB cherchait donc le "morceau cousin" de My Conversation. Il était d'abord persuadé qu'il s'agissait du même riddim, de la même phrase musicale, comme on dit dans le jargon reggae. Dont il trouve même la partition, puisque les fameuses notes de piano ont été reprises par une multitude de groupes et chanteurs ainsi qu'on le peut le constater ici et là (et la préférée de JB est celle de Cornell Campbell) — quoique… celle de Gregory Isaacs n'est pas mal non plus… et que JB reproduit ci-dessous:
Et ce matin, comme une espèce d'illumination, il songe: flûte traversière (et un bonjour à G, qui part avec N à Blackpool, non pas pour le Dance Festival (quoique… ç'aurait été rigolo de les voir tous les deux faire de la danse de salon) mais pour le Rebellion Festival (et JB s'est fait tancer de ne pas les avoir accompagnés)).
Puisque, oui, le morceau se trouvait dans son dossier à chansons-avec-la-flûte traversière (qui en contient… 64!!!). Il s'appelle The Time Has Come, date également de 1968 et est interprété par les Techniques, et c'est ici Pat Kelly qui prête sa voix:
Le point commun entre les deux tunes? Que le premier interpelle ses auditeurs en les exhortant de "love your brothers, love your sisters", alors que le second répète en boucle que "we have no love at all"? La contradiction apparente n'est en fin de compte que les deux faces d'une même pièce.
Ou plutôt le fait que les chanteurs des deux formations, Slim Smith pour les Uniques et Pat Kelly pour les Techniques se sont croisés indirectement. C'est Jo-Ann Greene d'Allmusic qui nous raconte l'histoire pas ordinaire du second groupe, et que JB ignorait:
Eh oui, Slim Smith a été le premier chanteur des Techniques avant de se lancer dans une carrière solo. Puis il a été remplacé par Pat Kelly qui a lui-même quitté le groupe pour suivre le même parcours que son prédécesseur. Et la guigne (si tant est que cela en soit une) poursuit la formation à géométrie très variable:
Mais que nous n'ayons "aucun amour du tout" ou pas, JB espère quand même que ses petits amis passeront une bonne journée — à Berlin, le ciel est bleu.
Und der JB wacht mit einem llleichten Kopfschmerzen auf. Dadraussen tanzen Pappelschneeflocken während eine ruhigmachende Stille liegt auf der Stadt; der Himmel ist weissbewölkt und die Luft schwül wie ein Vorzeichen eines kommenden Regens. Ein katerloser aber kopfschmerzenvoller JB wacht also auf mit Cynthia Richards im Gehirn:
Wieso kommt der JB auf dieses Lied?
Tja, liebe kleine Freunde, das ist eine lange Geschichte. Aber vorher:
G und der JB redeten gestern über Substantive auf -el (ja, solche Gespräche (also Conversation wie das von Cynthia Richards) haben die Beiden). Denn lexikografisch-kulinarisch ist der JB immer verzweifelt und am Rand des Samenbruchs, øøøh, pardon… Des Zusammenbruchs.
Nicht nur heisst es der Spargel und die Semmel, aber auch der Schnitzel, die Brezel (und der JB erfährt gerade fassungslos, dass brezel auf bretonisch Krieg bedeutet), der Apfel, usw. — aber im Plural wird es die Spargel, die Semmeln, die Schnitzel, die Brezeln, die Äpfel. Und für einen JB, der nicht nur kulinarisch aber auch lexikografisch vorbildlich sein möchte, ist das alles ein Ekel (m.), eine Fabel (f.) und ein Rätsel (n.) zugleich. Naja. Inszwischen weiss er genauen Bescheid, aber darüber kommt er in ein Paar Tage zurück.
Also führten G und der JB dieses linguistisches Gespräch und nachher fuhren sie zum Nighter. Aber die Linguistik und die Rechtsschreibung wollten den JB (wie immer) nicht verlassen. Denn, plötzlich, umme Ecke und um die Ecke (von zwei Strassen) stand da vor JBs Augen eine Bar, deren Name falsch geschrieben wurde. Der JB hat sofort zwei Dioptrien verloren und wollte sich an den Besitzer beschweren. Der JB wollte nämlich zu ihm gehen und sagen, dass er eine Buchstabe vergessen hatte. Das S, nämlich. Es war tatsächlich so, dass die Bar Anu heisst. Und jene(r), die/der die deutsche Sprache nur ein kleines Bisschen herrscht, weiss dass hier ein S schandenvoll fehlt. Der JB schrie zu G seine tiefe Beleidigung, aber G ignorierte diese Beschwerden und radelte sorgenlos weiter. Tsss…
Dann im Nighter war der JB mit einem lieben kleinen Freund in einem nichtkulinarischen und nichtlexikograpfischen Gespräch vertieft, als er plötzlich die Musik erkannte. Er entschuldigte sich (wie immer) höflich, teilte mit dass er unbedingt tanzen sollte, was er auch tat, aber dann rannte er zu M, der gerade das Lied aufgelegt hatte und fragte: "Ist das nicht Cynthia Richards?" Und ein strahlender M antwortete: "Richtig!!!" Der JB fühlte sich a bisserl wie der Schüler in der 4. Klasse, der seinem Lehrer die richtige Antwort gibt, also dachte er kurz danach über sich: "Oh je…"
Also ist heute heute, also Sonntag, und der JB wacht mit Conversation von Cynthia Richards im Kopf auf. Er sucht dann weitere Lieder von ihr, die er nicht hat wenn… ex nihilo, auf einem Sampler, wo ein von ihren Stücken auftaucht, kann der JB folgenden Sänger mit folgendem Lied lesen:
Hä?
Jerry Hitler?!?
Das kann doch nicht wahr sein…
Aber doch:
Und hier ist das Stück:
Und, unten dem Video, als Kommentar:
Stümmt. Währie strändsch!
Der JB geht sofort forschen und findet schnell heraus, dass er nicht der Erste ist, der sprachlos wurde. Denn, im Forum der stets informationsreichen roots archives-Seite steht es:
Wie bitte was? Jah Hitler?!?
Näh!?!
Doch.
Selbst ein sogenannter Jah Glu muss lachen…
Nun ja. Jah Glu(e) ist vielleicht ein bisschen besser als Jah Hitler, aber immerhin.
Jedenfalls ist also Jerry Hitler, oder Jah Hitler, Gregory Isaacs (der übrigens letztes Jahr gestorben ist, wie der JB es berichten konnte). Tatsächlich. Die untenstehenden Erklärungen folgen:
Aber zurück zu Cynthia Richards.
Denn der JB entdeckt dieses Lied von ihr:
Der JB öffnet seine Ohren ganz, und… aber… Es erkennt doch was in dem Lied. In dem Gesang, der Melodie. Hm… Grübelgrübelgrübel. Lass uns ein Teil genau anhören:
Aber, doch! schreit der JB in seinem sozialistischen Palast. Ist doch der Musiksatz von Oh, Happy Day! Und es stimmt:
Der JB ist schon taub von dem einen Ohr geworden, weil er hier auf dem tätowierten und rauchenden (und antiklerikalen & antireligiösen) Blog gottlobenden Musik spielen muss. Von daher wird er KEINESFALLS das ganze Lied von Edwin Hawkins Singers hören lassen. Was aber stimmt. Die gottilluminierten "Sänger" haben ihren Gospel in 1969 aufgenommen, und die gute Cynthia ihr I'm Movin On in 1971. Vielleicht hat sie sich von dem Gott(igitt)lied inspirieren lassen? Ein Jahr später hat sie nämlich Aily I herausgegeben, das auch ein Gott(igitt)lied ist. Du, Cynthia, det jeht jaaar nüsch!
Der JB grübelt aber immer noch. Wenn seine lieben kleinen Freunde sich bitte schön wieder den Musikteil von dem Gott(igitt)lied der Sänger genau anhören, werden sie erfahren, dass sie "When Jesus washed" sagen. Von daher fragt sich der JB in petto:
Ach so? Jesus hat also seine bzw. die Wäsche gemacht? Steht es in der Bibel? Das hat mir niemals mal erzählt. Naja, warum sollte Jesus nicht wie jeder sein (was er laut der Fabel auch ist) und auch, zum Beispiel, seine Wäsche machen, gestrickt und gehäckelt (was er sowieso mit seinen Wollenklamotten gemacht hat (aber hat er sich genau wie der JB sich Schlüpper mit Domestoswolle gestrickt???)). Aber eins ist sicher: er war nicht unter der Haube um sich eine tolle Dauerwelle zu konfektionieren.
Ach… Sollte ich nun die endlich mal lesen??? Oh nee, oder? Nein. Nach Jah Hitler reicht es erstmal. Nicht Jesus nach Jah Hitler, bütte.
Und nach diesen tollen Nachrichten, liebe kleine Freunde, geht der JB seine sozialistischen & skinheadischen & atheistischen Koteletten frisieren. Tschö-öh!
Und der JB erfährt, dass Gregory Isaacs tod ist. Unten das Bericht der BBC.
Et JB apprend le décès de Gregory Isaacs. Ci-dessous l'article de la BBC.
Un des morceaux de lui que préfère JB est évidemment Don't Let Me Suffer, une perle early reggae de 1969, produite par Rupie Edwards, à laquelle il a toutes les bonnes raisons du monde de s'identifier. On écoute.
Ein seiner Stücke, das der JB bevorzugt, ist selbstverständlich Don't Let Me Suffer, eine von Rupie Edwards in 1969 produzierte early reggae Perle, mit welcher der JB alle gute Gründe der Welt hat sich zu identifizieren. Lass uns sie anhören.