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samedi 12 janvier 2013

In einem anderen Leben hiess der JB Renate…

Tja, liebe kleine Freunde, manchmal ist das Leben für einige nicht leicht. Nimmt man einfach den JB, dieser Tollpatsch (übrigens ist das Wort Tollpatsch, erfährt der JB gerade, aus dem Ungarischem im XVIII. Jahrhundert entlehnt — es kommt von dem Adjektif talpas, "eigentlich 'breitfüssig'", der wiederum von dem Substantif talp = Sohle kommt, erklärt der Kluge, der dazu fügt:
da die Soldaten statt Schuhen mit Schnüren befestigte Sohlen trugen. Daraus (österreichisch) "Soldat", der eine unverständliche Sprache spricht und durch die oben angegebene sekundäre Motivation die heutige Bedeutung.
Und eigentlich passt das ja ganz gut zu dem JB: er spricht nicht nur eine unverständliche Sprache für seine direkte Umgebung (überlegt euch! dänisch und norwegisch! ha!), aber manchmal redet er auch komisch, sagt komische Sachen über Worte & Sprache und so — naja, wenn es ihm Spass macht).)

Also der JB, dieser Tollpatsch (ach, er vergaß: die deutschen Wörterbücher sollten ein für alle Male sich einigen: Tollpatsch schreibt der Duden wie toll, also mit zwei Ls, Kluge dagegen nur mit einem L, also Tolptasch — der JB bittet euch, wie er soll Fortschritte in Goethes Sprache machen, wenn die Rechtsschreibungsdokumente sich widersprechen!).

Also der JB, dieser Tolpatsch (ach, übrigens… NEIN! DAS REICHT JETZT LANGSAM MIT DEN STÄNDIGEN UNTERBRECHUNGEN!!! schreien die lieben kleinen Freunde des JB - pfui!). Also der JB, dieser (wunder)Tollpatsch, hat gerade jetzt kalte Füsse in seinen Doc Martin's und guckt leidenschaftlich seinen Nachbarn (ein kräftiger glätziger Ostproll, wie der JB sie mag) an, der auch kalte Füsse hat, weil er nur draussen auf dem Balkon rauchen darf, was er gerade macht und was der JB nicht braucht zu machen, denn er kann ja drin rauchen, der JB, er wohnt ja allein in seinem sozialistischen Palast, er muss nur seine eigenen Regeln folgen, nicht die von jemanden anderen, aber er würde das gerne, und auch gerne sein sozialistisches Palast teilen, auch gerne mit dem Nachbarn, und dann dürfte der Nachbar auch drin rauchen, also bei dem JB, also beim dem Nachbarn, also bei ihnen seitdem sie das sozialistische Palast teilen würden und zusammen rauchen würden und zusammen keine kalte Füsse mehr haben und zusammen… Ja…

Ja, und deshalb haben einige, u.a. der JB, das Leben nicht leicht. Aber Frau Georgette hat das selbst immer gesagt:

 

Aber nicht nur in der Literatur ist die Liebe unumgänglich. In der Musik auch. In dem Ska & Reggae auch.

Nehmen wir einfach gestern. Da steht (einige sitzen zwar, wenn man auf die Akkuratesse des Tableaus besteht — aber für die Flüssigkeit (oooh!) Flüchtigkeit des Satzes sagen wir einfach, dass alle stehen) —
Also: da steht die skankige Clique: G, F, N, AR, S mit Gemälde (oooh!) Gemahlin, J ohne Gemahlin, der JB sowieso ohne Gemahlin (aber auch ohne Gemahl, das ist ja das Problem), und letztendlich M mit Kommilitonen (ein Kommilitone, ein Kommunist, aber ein Komiker — sowie das Komma und die Koma, sowie das Komplott und das Kompott, aber der Kompost, aber die Post — oh je!). Also das skankige fast komplette Komitee, das übrigens keinen Tee trank, sondern Bier — denn, wie der Oktoberklub es damals in der funky DöDöRrrr schon damals sang, und worüber der JB schon geschrieben hat: "Was trinken wir? Bier, Bier, Bier!".



Also die skankige Clique war da im Nighter, hat nicht den Oktoberklub gehört, sondern die Musik, die Ralph & Markus gespielt haben, nämlich Ska & Reggae. Und das ist sicher der Ralph, der die zu ungerecht unbekannten Carlton & The Shoes aufgelegt hat. Aber plötzlich im Nighter ertönte:



Allerdings, liebe kleine Freunde. Denn wie Carlton Manning singt:
Kiss me once, girl. Kiss me twice, girl.
Weil sie nicht wenig waren, die die gestern gern geküsst werden wollten. Egal ob sie girl oder boy waren, und egal ob sie von einer girl oder von einem boy geküsst werden wollten. Sie wollten es einfach! Und die hatten das Leben auch nicht leicht. Der JB, zum Beispiel. Der hatte ja diesen bemützigten & bärtigen Typen gesehen.
F: Aber du magst doch nur grosse Männer?!
JB: Aber die mögen mich nicht!
Und da hat der JB ein Riwör gekrajt, so in der Massen, dass es im Nighter eine Überschwemmung gab:



Und, nachdem der JB ein Riwör gekrajt hatte, kam F triumphierend zurück und konnte melden:
F: Er ist nicht mit seiner Freundin, sondern mit einer Freundin!
Ha! und doppelt Ha! Und der JB meinte zu wissen, dass dieser bemützige & bärtige Typ ihn auch anschaute. Aber egal. Denn der JB wurde auch von jemandem anderen angeschaut, bzw. angestarrt. Von einer bebrilligten & begamaschten… Frau. Doch! Nicht nur hatte sie Fame-I-wanna-live-forever zu viel gesehen, aber sie sah den JB in die Augen mit ihren Gamaschen (jambières, erklärte auf frantsösischö der JB N & G, welcher wiederum schrie: "Leg warmers auf Englisch!"). Tja, liebe kleine Freunde, der JB hat kein leichtes Leben. Aber… Regula (?) auch nicht. Denn es gab von dem JB für sie nichts (nix!) zu erwarten.

Es war nämlich auch die Frage: wie hiess die bebrilligte & begamaschte Frau?
Hm…
Bisher waren G & N & F und der JB sich einig: der mit der bleichen Haut und den blonden ungekämmten Haaren hiess… Henning, schlug der JB vor. Und der dort, mit der Hipsterfrisur, betonte N als Erste:
N: Da steht Justin Bieber. Aber er ist inkognito hier!
Aber die bebrilligte & begamaschte Frau?
Hm…
Der JB schlug Regula vor. G schlug Martina vor. Und, plötzlich, schrie N…
N: Renate!
Renate! Naklar! Renate!

Zurück in seinem sozialistischen Palast konnte der JB feststellen, dass Renate "Die Wiedergeborene" bedeutet. Und das passt! Denn, als Renate leider feststellen sollte, dass sie bei dem JB keine Chance hatte (und bei F auch, F kam vor dem JB), versuchte sie ihr Glück bei J. Renate ist nicht wie der JB: die krajt kein Riwör, und deshalb hat der JB viiiel von Renate zu lernen.

Jedenfalls. Auf einer Seite erfährt der JB, dass die meisten Renaten in Bayern wohnen. Tja… Was soll der JB dazu fügen? Arme Renaten, die noch dazu mit bayrischem Dialekt re(na)de(te)n müssen!
Aber wie fühlt es sich an, innerlich, im tiefsten des Sichs, Renate zu heissen? Der JB hat einige Kommentare geangelt:


Schwiiierig… Einige haben das Leben bestimmt nicht leicht. Eine Indirektbetroffene erzählt die riwörkrajende Geschichte einer anderen Renate:


Dazu käme auch noch patate auf frantsösischö, dennoch wäre es wirklich gemein. Denn patate bedeutet nicht nur Kartoffel, aber auch… Ha! Doof, Tollpatsch!!! Hm… Vielleicht hiess der JB Renate in einem anderen Leben??? Der JB macht in seinem sozialistischen Palast ein Test:
Guten Tag, ich heisse Renate. Ich spiele flott von einem bestimmten Blaseninstrument. Soll ich es Ihnen zeigen?
Okay…
G: Mahlzeit! Meine Renate möchte Sülze essen. Haben Sie noch welche?
Lecker.
Der JB: Hallo, Renate hier.
(Bewegungen)
Der JB: Aber ich wollte keine Tomate! Ich sagte nur, dass ich Renate heisse!
Nicht einfach.
Grüss Gott, i bin as Waiwal Renate!
Elegant.
Also, mit einigen winzigen Einschränkungen geht es eigentlich prima und super und optimal Renate zu heissen.

Aber jetzt hat eine neue Renate eine sensible Geschichte zu erzählen:


Renate Karola Bertha… Nein, das ist definitiv nicht leicht zu tragen! Und das stimmt auch das Renate auf Englisch sich etwas komisch anhört: [ri-neɪt].
Der JB: Hello, Reenait, how do you like my leg warmers? I got them from Irene Cara herself.
Aber bitte, Gunilla ist auch ein schöner Name! Findet der JB. (…) Wie bitte, was? (…) Na, viele Frauen heissen Gunilla in Schweden. OK, wir wohnen nicht in Schweden, sondern in Deutschland, aber wenn Renate möglich ist, dann soll auch Gunilla gut gehen. Die Frage bleibt aber: wie fühlt es sich an Renate zu heissen? Hier eine Antwort:


Genau, eine Renate ist modern, attraktiv und überhaupt wohlklingend. Genau der JB. Wie ist das Empfinden für Regula, der erste Vorschlag von dem JB?


Natürlich können die Regulas nicht sagen, dass sie traditionell, alt, unattraktiv, unsportlich, unfreundlich und unsympatisch (also sympastuhl) sind. Klar. Sowie diese Regula da unten, deren Deutsch der JB nicht ganz versteht, obwohl er feststellen kann, dass es gaaanz fehlerfrei ist, und dass er wird sich von dem inspirieren lassen:


Und, stets in seinem seinem sozialistischen Palast, blättert der JB weiter auf der Seite. Und sucht den bedeutungsvollen Namen… Adolf. JB erfährt von der Seite, was er gaaar nicht geahnt hatte:
wegen dem Bezug zu Adolf Hitler seit dem 2. Weltkrieg kaum mehr in Gebrauch
Aber es gibt was besseres.
Es wohnen ca. 20% aller Renaten in Bayern. Aber dort wohnen auch die meisten Adolfs, und zwar mehr als 30% von denen! Im Ernst! Mehr als 30%!

Adolf ist zwar "traditionell" und "alt" bewertet, was ja eine "subjektive Meinung" ist, ermahnt uns die Seite; aber komischerweise finden die Leute den Adolf genauso sportlich wie unsportlich, was für den JB ein Rätsel ist. Aber naja.

Zu Adolf hat der JB einen sehr interessanten Kommentar gefunden. Von… "Ronny aus Rostock". Ja-ha, Ronny aus Rostock. Das fängt schon a bisserl schlecht an. Und dieser Ronnyausrostock, der Roro also, erwartet einen Sohn. Er hat den Vornamen schon gefunden, aber er erzögert zwischen drei Vorschlägen:


Die lieben kleinen Freunde des JB könnten vielleicht dem Ronnyaustostock, aka der Roro, helfen. Einfach: hier auf dem tätowierten und rauchenden Blog einen Kommentar hinterlassen, und der JB, pardon… Renate wird sie dem Roro weiterleiten. Alles klar?

dimanche 14 novembre 2010

Wer hätte das gedacht?

"Wer hätt vor Jahren schon gedacht, dass nicht Berlin das Rennen macht?" sang der Oktoberklub in seinem 1977 Kultlied Kommunismus in Bernau. Lass uns drei Minuten von unserer preisvollen (?) Zeit nehmen um uns diese bezaubernde Ballade anzuhören:



Ja, eigentlich, wer hätte das gedacht?
Die skankige Band (G & N & F & der JB) auf jeeeden Fall nicht.

Zusammenfassung der vorigen Episoden:
Der Freitag war ja im Lovelite, Der Valkyrians (und Marx!) sei Dank, ein Ska- & Tanz- & Stimmungserfolg, wie dieses tätowiertes rauchendes Blog es gestern berichten könnte (und es auch machte).
Also dachte die skankige Band (von É & T ergänzt) mit Recht, dass der sich stets im Lovelite befindende Samstag genauso sein würde. Dank diesmal den Caroloregians aus Belgien, die vor zwei Jahre schon in Potsdam und im Pfefferberg gespielt hatten. Desto mehr, denn der JB liebt Got To Be A Man von ihnen, das er ja 101 Male gehört hat, bestätigt sein iTunes.
Aber die skankige Band hat sich total, wie man so schøn auf franzenländisch sagt, den Finger in das Auge gesteckt - d.h.: hat sich völlig geirrt (nicht zu verwechseln mit etwas machen mit den Fingern in der Nase gesteckt = etwas ganz leicht machen, oder auf franglisch: "fingerz in ze nose"). Denn: Am Samstag hat Berlin das Skarennen nich gemacht. Nicht und gar nicht, ganz und gar.

Das Konzert fing also mit einer Vorband an, die laut ihres Namens mit Voodoopüppchen unter dem Mond spielt. Anscheinend machen sie das nicht genug, denn die skankige Band beinahe am Einschlafen war. Die Mitglieder hatten nämlich, konnte der JB prompt feststellen, das Charisma einer Bratpfanne. Die Nummern waren uninteressant und schnell vergessen, mit der Ausnahme von Frühling, wie es hiess, wo die Dub-Akkorde definitiv nicht an quietschende Vögel und blühende Bäume erinnerte, sondern an Wintergrau(en) und Weltuntergang. Anscheinend auch waren weder Lachgas noch Benzodiazepine mit der Musik integriert, was aber per se nicht schlimm war, wenn… Wenn die Prestation nicht gedauert, und gedauert, und gedauert, und gedauert, und gedauert, und gedauert, und gedauert, und gedauert, und gedauert, und gedauert hätte und hatte. Oh je… Die skankige Band musste am Ende so lachen, denn es kein Ende kannte.

Aber wie Brecht es damals schrieb, "Gott sei Dank geht alles schnell vorüber, auch die Liebe und der Kummer sogar", und bald sangen die Carolos. Oder… "sang", ist vielleicht übertrieben. Erstaunt fragte G den JB: "Sag mal, singen sie überhaupt?" Die Antwort des JBs wurde ein bisschen evasiv, und diesmal konnte er feststellen: Ausser "Allright!" und "Yeah!" und "OK, now!", waren die Songtexte eher begrenzt, was auch per se nicht schlimm war. Wenn er aber sagte, "We're gonna play now early reggae", musste N und der JB vor lachen brüllen und der JB konterte: "Aber very very very early!" Das war nämlich mehr, wie man es schön auf Englisch sagt, "self indulgent guitar music". N hatte auch ein Point, als er den JB sagte: "Aber warum ist der Sänger von Kalifornien nach fucking Belgium umgezogen?" Tja, gute Frage… Darauf hatte der JB keine richtige Antwort und blieb genauso evasiv. Jedenfalls trug der Amisänger einen komischen Bart, und der naive und parteitreue JB behauptete, dass der vielleicht ein Karl Marx des Reggaes sein wollte. Und nicht nur das, aber der eine Gitarrist hatte ein ganz komisches Jeans, das an eine Mischung von Schlaghose und DDR-Niethose erinnerte, und dazu lustige weisse Turnschuhen, wie man es hier betrachten kann:

© icke

Der JB war ein bisschen erfreut, als er The Monster von Beverley's All Stars erkannte, die ja diese für den JB immer wieder ganz kuriosen Zeilen singen: "He's the boss of the hot sauce." Lass uns dieses early reggae-Stück anhören, es ist nämlich nicht ungeil.



Naja, sonst war es aber so langweilig, dass der JB fast einschlief, wenn nicht Ralph und Markus Bingo! von The Dramatics gespielt hätten:



Und letztendlich kann der JB singen, anstatt "Kurzum, es herrscht das Weltniveau, der Bahnhof kriegt ein Wasserklo" von dem Oktoberklub: "Kurzum, es herrscht das Weltniveau, der Lovelite kriegt ein Skabingo."
Euch einen schönen Tag!

dimanche 3 octobre 2010

4 Jahre!

Und heute feiert der JB 4 Jahre in Berlin. Denn, ja, nicht nur ist er stets im politischen Exil in der Zone, aber überheupt: er ist angekommen, er ist zu Hause.

mercredi 22 septembre 2010

DDR-Beat (10): Suff

Liebe Genossen und Genossinnen,
Freundschaft!

Neulich in der Zeitung des JBs gab es folgendes Bericht:
Die Sterblichkeit von Alkoholsucht liegt bei Berliner Männern um 85 Prozent und bei Frauen um 66 Prozent über dem Bundesniveau. Dies betrifft 2,2 Frauen und 8,6 Männer pro 100.000 Sterbefällen. Die Rate korreliert stark mit der Sozialstruktur des Wohnorts: In Mitte und Neukölln liegt sie höher, in Steglitz-Zehlendorf und Charlottenburg-Wilmersdorf niedriger. Besonders drastisch Marzahn-Hellersdorf: Hier stiegen 2008 die alkoholbedingten Todesfälle bei Männern um mehr als zwei Drittel.
Sabine Hermann von der Gesundheitsverwaltung sieht die hohen Berliner Zahlen regional begründet. "Im Osten wird mehr getrunken, das war schon zu DDR-Zeiten so."

"Das war schon zu DDR-Zeiten so", sagt Frau Hermann.
Stimmt das, wirklich?
Schon zu BRD-Zeiten gab es Zweifeln. Die obskure Band Floh de Cologne hat damals in 1972 Was ein Kommunist trinken darf, das in einem dekadenten Psych-Rock-Stil interpretiert wurde, die Ambivalenz des Trinkens bei den Bauern & Arbeitern bezeichnete - zwar mit einem republikfeindlichen Blick, desto giftiger, dass die DöDöRrr nicht benannt wurde; und als verdorbene BRD-Keim & Schleim könnten sie natürlich nicht Albanien meinen.



Nein, in der DöDöRrr hat man richtig und parteitreu Oktoberklub gehört und auf Hoch die Gläser gesungen und DANN angestossen:



Gab es andere Lieder von Oktoberklub über den Suff, øøøh… pardon: Alkoholkonsum? Tja… Es gab's eigentlich. Das sogenannte Bierlied von ihnen - leider nicht zu hören, dessen Texte aber tonten: "Was trink ich? Was trinkst du? Was trinken wir? Bier, Bier, Bier!" Grandios! Oder kurios wie dieser Internetter es schreibt:


Naja, das mit dem "nicht wirklich uptempo" macht diesen temporären Internetter zu einem definitiven Interunnetter. Auf jeden Fall war das Lied auf der Platte von 1978 Politkirmes zu finden:


Und hinten sah es so aus - das Lied steht oben rechts und, ja, man muss wohl auf das Bild klicken um diese zauberhaften Zeilen durchlesen und geniessen zu können:


"Die DöDöRrr war ein Spirituosenland", heisst es. In der Tat hat man in der DöDöRrr mehr Spirituosen als in der dummen BRD getrunken. Denn wie der Brecht schon damals in seinem Liebeslied sang: "Man muß schon Schnaps getrunken haben / Eh man vor deinem leibe stand / Sonst schwankt man ob der trunken Gaben / Von schwachen Knien übermannt." Also, Man nimmt bütte schøn 10 Minuten von seiner Zeit um sich dieses tolles Video bis zum Ende anzugucken.


Mahlzeit DDR 4.Kali, Pfeffi, Blauer Würger 4/4 - MyVideo

Es wurde sogar für den Suff, øøøh… pardon (noch wieder! mist und doppeltmist!!). Es wurde also für den Alkoholkonsum geworben. Ja! Werbung! Diese kapitalistische Propaganda. Aber in der DödöRrr war es ja vöööllig anders:
So:


Oder so:


Ja, immer locker sozialistisch saufen, øøøh… pardon (noch wiiieder! mist und doppeltmist und trippelmist!!) Alkohol geniessen.Überhaupt am 1. Mai!
Man fragt sich dann: was gab's in der DöDöRrr, das so toll zu trinken war?
Tja… viiiel!
Es gab Rum Cola:


Es gab Rahdöbärgor aus Sochsn:


Und es gab ü-ber-haupt Pfeffi. Hier als LKW zu bekommen. Einfach toll! Und passt auf jedem Fensterbrett, jedem Tisch. Es dekoriert ein Haus so schøn!


Auf jeden Fall dank des Pfeffis können G & F & N & der JB sehr schöne Zeiten in Nightern haben. Dank Nordbrand Nordhausen, aber überhaupt dank der DöDöRrr. Selbst die heutzutage schlampig an dem Kapitalismus verkaufte Firma gibt es zu:
Der Aufstieg von Nordbrand Nordhausen beginnt nur wenige Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs in der ehemaligen DDR. 1948 aus dem Privatbetrieb "Nordhäuser Branntweinwerk, Korn- und Weinbrennerei" hervorgegangen, wurde dem VEB Nordbrand Nordhausen 1953 die "Reichsmonopolverwaltung für Branntwein, Außenstelle Nordhausen" angegliedert.

Na? Und bei wem bedankt man sich? wenn der JB fragen darf…
Denn Pfeffi gehört sowieso zu dem Muss-Trinken. Klar! Es ist übrigens das einzige, dass die DöDöRrr und Frongraisch gemeinsam haben. Also nicht Pfeffi direkt - es heisst dort Get 27, aber immerhin. Einigen sind der Meinung, Pfeffi würde "wie Odol bloss mit Alkohol schmecken". Blödsinn! Sowas von einem reaktionären und republikfeindlichen Quatsch! Nein. Mit Pfeffi kann man viiiel machen. Der JB hat sogar einen DöDöRrr-Rezept von After Eight MIT Pfeffi gefunden. Doch! Auf dieser Seite.


Und nur für seine kleinen lieben Freunde und für die Genossen und Genossinnen ist er froh den Rezept zu entschleiern. Und er freut sich un-heim-lich den so schnell wie möglich mit G & F & N nächstes Mal bei sich zu probieren. Un-be-dingt! Denn lekka muss es selbstverständlich sein:



Heimbrand musste man damals in der DöDöRrr machen. Es waren ja so viele Sachen, die man selbst machen und produzieren sollte. (Man fragt sich nicht warum.) Selbst Honecker hat seinen Heimbrand gebastelt. Doch! Hier mit ein seeehr skeptischen Breschnew. Naja der Erisch konnte nur Spirituosen mit maks 8° trinken!!! So ein Weichei, der Onkel Erisch!


Das Problem mit Pfeffi, worauf die skankige Band (also G & F & N & der JB) sich immer stosst und danach weint einen Tränenfluss, ist nämlich diese traurige Realität, wo Pfeffi nicht im republikfeindlichen Westberlin zu finden ist. Das ist immmmer gnadenlos, wenn KellnerInnen antworten: "Wie bitte was? Pfeffi? Kennichgaaarnich. Hammanich." Man glaubte, man wäre sogar in der DöDöRrr in einem Bananengespräch teleportiert worden - aber nein, man ist wirklich in 2010, redet über Pfeffi, ist aber im Westen, halt. Denn sowas erleben die skankige Band auch:




Liebe Genossen und Genossinnen! Es ist leider Zeit uns zu verabschieden. Und gerade das, apropos Zeit, machen wir mit Frank Walter und seinem So Langsam Wird Es Zeit Für Mich. Denn was singt er in diesem bécaudschen Lied? Das, nämlich, sehr epochal: "Den Sommer seh ich sorglos an, der Herbst kommt und ich denke dann: So langsam wird es Zeit für mich / Rund um die Uhr reicht die Zeit, Angst hab ich nur vor Einsamkeit. Mal kann's zu spät sein, es kann auch zu früh sein, dass man sein Bett teilt und Tisch und Wein." Prost!

jeudi 6 mai 2010

Eine Marxelse

Der JB liest die Zeitung, ist verwirrt und geht letztendlich verrückt. Er raucht von seinem Kapital, hört Oktoberklub, greift sein Ukulele und verwandelt sich, unter seinem Diskokugel, in eine abgedrehte schreiende singende tanzende Marxelse.




Und wer sitzt da, im Publikum, laut unserem guten Freund A????

mardi 27 avril 2010

Partage/Teile mit mir

Es ist noch früh und ein Kind geht schon zur Schule vor mir. Sonst sind es kaum Menschen auf der Strasse.
Il est encore tôt et un enfant va déjà à l'école juste devant chez moi. Sinon, la rue est quasi-déserte.

© icke

Sans vraiment en comprendre la raison, Kalliolle Kukkulalle s'impose à l'esprit - une chanson traditionnelle finlandaise, que le groupe de propagande est-allemand Oktoberklub a interprété en 1973. Et ça aussi, cette émotion qu'on éprouve systématiquement à l'écoute de cette chanson, demeure un mystère.
Ohne ganz zu verstehen denkt man an das finnische Volkslied Kalliolle Kukkulalle, das die Oktoberklub (ja, sie!) damals in 1973 gesungen hat. Man mochte dieses Lied immer. Das auch ohne ganz zu verstehen.



Auf Finnisch erzählt das Lied die Geschichte von einem Mann, der sein Haus auf einem Berg baut; er fragt ein Mädchen mit ihm hineinzuziehen; würde sie das ablehnen, dann würde er weggehen und niemals mehr zurückkehren.
Auf deutsch gehen die Texte so: "Helle Wasser Dunkle Wälder / und die Sehnsucht sind mein Haus. / Komm zu mir und teile mit mir / Tag und Wärme, Kälte auch. / Wo wir gehen blüht das Laub, / sind Wege kürzer, Winter grün. / In deinen Augen wächst mein Leben, / Dein Gesicht darf nicht vergehn."
Und dann versteht man. Eins, Die Sehnsucht, ein Wort, das wir nicht auf franzosisch haben, wir benutzen eher das Wort mélancolie (die Skandinavier reden von lengsel, und das Wort hat die gleiche Valör wie auf deutsch). Zweitens, das worüber wir gestern auch mit M. geredet haben. Warum werde ich gerührt, wenn ich z. B. ein Lied höre? Weil das Lied in sich melankolisch ist? Oder weil das Lied auf eine in mir liegende Melankolie appelliert?


En finnois, la chanson parle d'un homme qui vient de construire sa maison sur une montagne, il demande à une jeune fille de s'y installer avec lui et dit que, si d'aventure elle venait à refuser, alors il partirait, loin, pour ne plus jamais revenir.
En allemand, la traduction dit: "Les eaux claires comme les forêts sombres et le Sehnsucht sont ma maison. / Viens auprès de moi pour mieux partager le jour et la chaleur, mais aussi le froid. / Là où nous allons le feuillage bourgeonne, les chemins sont plus courts et l'hiver y est vert. / Ma vie grandit dans tes yeux, ton visage ne doit jamais disparaître." Et là on comprend.
Primo, le prolongement de la discussion d'hier avec M. Cette discussion qui portait aussi sur le Sehnsucht, ce désir nostalgique qui n'est pas stérile mais qui se projette - les Scandinaves ont un mot eux aussi: lengsel - quand nous, Français, parlons davantage de mélancolie (le mot aspiration, aujourd'hui dans ce sens-là tombé en quasi-obsolescence, correspond  assez bien à l'idée de Sehnsucht). Secundo, l'autre facette de notre discussion: pourquoi suis-je mélancolique en écoutant une chanson? est-ce parce que celle-ci contient une mélancolie, exprime en soi la mélancolie? ou bien parce que la chanson touche un point de mélancolie en moi?


Et enfin, tertio, on comprend, que cette chanson sur le besoin d'être deux, de ne pas être seul, nous dit quelque chose à nous aussi. Forcément.
Und drittens versteht man letztendlich, dass dieses Lied über das Bedürfnis nach Zweisamkeit, damit man nicht in Einsamkeit lebt, uns etwas sagt. Selbsverständlich.


Man schaut hoch in den Himmel hinein, der trotz der Wolken knallblau ist. Dieses darf nur ein schöner Tag sein.
On lève les yeux vers le ciel, d'un bleu éclatant malgré les nuages. Ce doit forcément être une belle journée.


© icke

jeudi 4 mars 2010

"doch das störte mich noch nie"

T & C, zusammen mit N & D, essen bei JB. Es gibt Lamm mit Rosmarinkartoffeln und Pastinakenbrei. Danach Omas Kuchen mit Mousse au Chocolat. Alles selbstgemacht, naklar.
Nachdem T & C heimgefahren sind, unterhalten sich N & D & JB über die DDR. Ostmucke wird genannt. Nein, sie kennen nicht Knut Baltz' Version von Sag mir, wo du stehst nicht. Wir reden über den Oktoberklub. Und dann weiter über Ostmucke. Dann kommt natürlich Feeling B mit im Bild.

vendredi 12 septembre 2008

Der olle Oktoberklub!

Kiek ma! Det hat Spaß jemacht in dörrr DöDöRrrr, ditte Oktoberklub, wa!

Und wer steht ganz vorne? Ja, dort, jung und frisch und so hübsch. Jaaa! Die gute Tamara Danz!

Enjoy!




PS: Aber pass auf! Wenn sie "Das wird gross, das wird riesengross" singen, meinen sie ja nur die Revolution, und nicht irgendwelche Schweinerei mit dem Suffix '-tion'. Also bitte.