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mardi 26 février 2013

"Is it wrong of me to except you to change your mind?"

Die Three Tops singen "Friday is a miserable day", und Gott Marx sei Dank sind wir heute Tuesday. Es ist Dienstag und grau in Berlin, aber in Berlin ist es grau seit so vielen Tagen und Wochen, dass man deren Anzahl nicht mehr so im Griff hat, so in der Massen, dass man auch leider ertönen könnte: "Tuesday is a miserable day."

Der norwegische Schriftsteller (und Freund des JB, der ihn ins frantsösischö übersetzt) Johan Harstad hat in Buzz Aldrin geschrieben:
Heute ist Dienstag. Ich sehe es am Licht, der Verkehr vor dem Fenster wird den ganzen Tag über langsam fließen, lustlos. Dienstag. Der überflüssigste Tag der Woche. Ein Tag, der zwischen den anderen Tagen fast niemandem auffällt. Das habe ich irgendwo gelesen, ich weiß nicht mehr, wo, aber man hat jetzt herausgefunden, daß an einem durchschnittlichen Dienstag statistisch gesehen 34 Prozent weniger Verabredungen getroffen werden als an den übrigen Tagen. Weltweit. Es ist einfach so. Andererseits finden dienstags deutlich mehr Begräbnisse statt als an anderen Wochentagen. Sie häufen sich, man kommt nicht mehr nach.
© Ina Kronenberger für die deutsche Übersetzung, © Piper Verlag

Jedenfalls ist der heutige Dienstag grau, irgendwie nutzlos & lustlos, zwecklos & endelos. Der JB sitzt am Schreibtisch in seinem sozialistischen Palast, und versucht das Grauen das Grau musikalisch zu färben — vergebens: immer wieder stosst er auf traurige Lieder, er der gestern zu seinem horizontalen Besuch sagte, es gäbe im Reggae wenig traurige Lieder, denn das horizontale Besuch freute sich auf den drums-Sampler, den der JB mit seinen kleinen Händen gebastelt hatte, und sagte: "Ich wusste nicht, dass Reggae so fröhlich war." Tja…

Immer wieder stosst der JB auf das Lied von Marie Pierre, er der auch eine kennt, die sich endlich gestern wieder gemeldet hat. Also heisst es, nichts sei hoffnungslos, es wird schon amEnde, wie man alltäglich und ein bisschen gähnlich auf Deutsch sagt. Marie Pierre hat nur eine CD gemacht, Love Affair, in 1979, von Dennis Bovell produziert, über welchen der JB schon neulich erzählt hat. Also ist die Musik lovers rock und das Lied heisst Can't Go Through (With Life). Tja, passend an diesem Dienstag, wa?



Der JB liebt dieses Refrain:
well if you wanna be free
i won't try to stop you this time
but is it wrong of me
to except you to change your mind
just because i can't go through
without you i can't go through with life
oh baby i can't go through
without you i can't go through with life

Der JB wiederholt:
Is it wrong of me to except you to change your mind?
Das ist eine Frage, die der JB sich seit einige Wochen täglich stellt, aber das ist eine andere Geschichte. Eins ist aber sicher: nach dieser Love Affair hat Marie Pierre nicht mehr gesungen. Oder doch: sie war backing vocal girl für Janet Kay auf deren LP Capricorn Woman (1982), und irgendwie das war's. Buh… Hier ist sie:


Eine schöne Frau. Was macht sie heute? Heute Dienstag? Hat sie eine Verabredung? Ist das Wetter auch grau dort, wo sie steckt? Findet sie der Tag auch lustlos & nutzlos? Buh…

samedi 26 janvier 2013

Sein schönstes Kleid

Und zu später Stunde gestern rotzte der JB, øøøh… pardon, trotze der JB die Kälte, den Hunger und die Wölfe um sich zum Nighter im Grünen Salon zu begeben. Die Strassen waren leer, die Nacht war schwarz, der Schnee knirschte unter seinen Stiefeln, der JB zitterte in seinem Galaanzug aber rutschte nicht auf dem Eis.
Er hatte gedacht: seitdem der Nighter im Grünen Salon ist, muss ich Ton in Ton sein, und seitdem ich zur Zeit Elling übersetze [Kjell Bjarne: Ich bin fast 40 und ich hab nie gefickt. Elling: Ficken wird grob überschätzt!], kann ich zweifach Ton in Ton sein und mich nach Ellings Art ankleiden. Wundervolle Idee! schrie er in seinem sozialistischen Palast.
Also hier damit mit dem gelben Polyamid-Rollkragenpulli, und hier damit mit der grünen Polyesterschlaghose. Also volldederonisiert betrachtete er sich im Spiegel an. Schmackhaft! Die Kleidung schmiegte sich eng an seine schlanke Statur an und passte perfekt zu seiner unsichtbaren Dauerwelle, mit anderen Worte: seiner Glatze. Diese distinguierte, hautenge Garderobe war irgendwie eine Fortsetzung seiner eigenen Haut.

Und so latschte er, von M gefolgt, Richtung eines anderen sozialistischen Palasts: der Volksbühne. Ein überschwänglicher JB, an diesem Abend wieder erfreut in der Hauptstadt leben zu dürfen, schenkte ihr und der ganzen Skinheadcommunity ein schönes und leider vergessenes Lied von Monika Herz, anno 1973 in der DähDähRrr, änderte dazu ein Paar Wörter und identifizierte sich völlig mit dem Objekt seines Gesangs und summte, unwissend von der Ohrfeige, der auf ihn im Grünen Salon wartete:
Ja, wir seh'n uns in Berlin. Nach Berlin geht uns're Reise.
Dieser Mann, zur Winterzeit, zeigt der Welt sein schönstes Kleid.



Als die Beiden das Ballhaus betraten, sahen sie sofort G & N & R — ein Paar Minuten später kamen F & AR & I (das Geburtstagskind der Woche). Tja, die skankige Clique war beinahe komplett (nur F #2 fehlte).

Der JB war schwer enttäuscht. Das muss gesagt werden.
Denn: man durfte nicht rauchen.
Der JB wollte sich gleich bescheweren. Er hat das auch gemacht. Als er am Tresen seinen Wehmut Wehrmut Wermut bestellte, fragte er die Barmaid und folgendes Gespräch fand statt:
Der JB: Darf man doch irgendwo rauchen?
Die Barmaid: Ja, draussen.
Der JB (pikiert, fast erstickend): Ein Raucherraum gibt's da nich?!
Die Barmaid: Nö.
Dieses unverschämtes Kind bekam kein Trinkgeld von dem JB, also.

Nach einer draussen gerochenen Zigarette, wo die unsichtbare Dauerwelle des JB völlig erfroren wieder hinein kam, änderte er die inhalierenden Massnahmen. G & N fanden als Ersten den Trick: vor der Haustür, also in der Wärme, rauchen. Schlau! Die zweite völlig illegale (oooh!) Manöver katapultierte den JB zum Klo, also auch zu der Schulzeit. Er benutzte die Gelegenheit nicht nur um zu rauchen, aber auch um sein kleines Geschäft zu machen (Wermut ist sehr diuretisch). Völlig multitaskingfähig gelang es dem JB gleichzeitig zu stehen & pinkeln & rauchen & plaudern mit B. Chapeau! Als Ökofaschist vergass der JB nicht seine mit Wasser gelöschte Kippe in die Müll zu schmeissen, statt sie nonchalant auf den Boden zu vergessen.
Die dritte Rauchfinesse brachte G & den JB auf die Treppe, ganz hoch im Haus. Die beiden sassen da, zufrieden mit sich selbst und dem Leben, wenn plötzlich, aus dem Nichts, kam die Schwester des unverschämten Kindes. "Es ist also verboten, blah blah blah." Der JB antworte kurz und klar: "Ja." Am Ende haben alle im Grünen Salon ungestört geraucht. Basta!
[18.29: M möchte betonen: "Es fehlt unsere zivile Ungehorsamszigarette auf der Couch." Stimmt! Gut gesehen!]

Und dann passierte es.
Panza hatte gerade Carlton & The Shoes aufgelegt und der JB war völlig im Blüten. Hüpfend mit AR auf der Tanzfläche, sagte er:
Carlton & The Shoes sind total unterwertet!
AR teilte seine Meinung.



Und während Cartlon Manning also ein bisschen wermütig wehmütig über "to live in righteousness" sang, wurde der JB Opfer der gröbsten unrighteousness. Eine Frau hat ihm nämlich die Schlau gestohlen. Volldederonisiert wie er war, glaubte der JB, er wäre die Kleidungstopstar des Nighter. Aber nein. Eine Frau betrat diese Tanzfläche mit einem hellbraunen Maxirock. Krass! Der JB war volleifersüchtig. Denn das war nicht irgendeinen Maxirock. Sondern ein Maxirock aus bure.
Was ist bure?
Tja.
Anscheinend existiert das Wort auf Deutsch nicht. Das Pons-Wörterbuch teilt mit:


Aber ein genaues Wort ist nicht zu finden. Auf der frantsösischön Wikipédia-Seite für bure gibt es keine entsprechende deutsche Seite. Auf Englisch hiesse es frieze und auf Bretonisch burell. Okay… Das macht mir einen schonen Bein, wie man auf frantsösischö sagt = was nützt mir das schon! Und wenn man zurück in die Zeit forscht bringt das Dictionnaire encyclopédique français-allemand et allemand-français (1883) von Charles Sachs auch keine andere Antwort:


Tatsächlich findet der JB was. In dem Dictionnaire des langues française et allemande (1839) von einem gewissenen Herrn Henschel:


Burre??? Nie gehört. Das scheint auch der Fall für den Duden zu sein:


Nee, das meinte der JB eben nicht. Weil das Wort barre in seiner Geburtssprache eine gaaanz andere Bedeutung hat!

Aber die Brüder Grimm wissen Bescheid:


Oh, Mann! Das ist ist nicht zu verstehen. Obwohl Cora Frost sagt, "man muss ja alles nicht verstehen", verbleibt das sehr kryptisch. Wo auf frantsösichö kennt jede(r) die bure, oder toile de bure. Also die Burre ist zwar ein "grober Wollenstoff", immer braun, die ein bisschen ähnlich wie den Jutestoff oder den Kartoffelsack ist. Es ist hauptsächlich für und von katholischen Mönchen verwendet und sieht so aus, zum Beispiel wenn Franz von Assisi sie tragt in dieser Gemälde von Francisco Zurbarán (1645):


Aber eine zeitgenössische Verwendung der Barre Burre ist auch möglich. Zum Beispiel von diesen jubelnden belgischen (!) Mönchen (und man beachte die Niethosen (wie man damals in der DähDähRrr sagte), also die Jeans unter dem Kleid — die Bibel hat ja gesagt, man dürfe Niethosen tragen (wenn sie in die göttliche Zukunft erfunden worden sind)):


Tja, auch in der Kirche hat man fun!

Aber zurück zu der Erzfeindin des JB, die ihm die Schlau des Nighter gestohlen hat mit ihrem hellbraunen Maxirock aus Burre, ein Stoff, der an einen Kartoffelsack leicht erinnert. Todschick war der. Und grünneidisch war der JB. Denn dieser Maxirock hatte auch was von dem Godetrock. Also ein Godetrock, erklärt Wikipedia für uns:
hat im unteren Teil eingefügte keilförmige Stoffteile ("Godets") und entsprechend geschnittene nach unten weiter werdende Bahnen, so dass der Rock oben schmal ist und erst im unteren Drittel Falten wirft.
Schöoon! So sieht es aus:


Okay, hier ist es zwar a bisserl übetrieben. Denn der hellbraune Godetmaxirock aus Burre, den diese Frau trug, hatte nur wenige Falten. Aber, die Krönung, die Falten haben siech sich nicht bewegt, wenn sie getanzt hat! Krass und doppelkrass! Sie tanzte, drehte sich, der Rock bewegte sich, aber die Falten blieben steif. Nicht zu glauben! Was für eine Kleidungsohrfeige, den der JB bekam!
Der JB hat es ganz genau studiert. Es gibt nur eine Erklärung dafür: die Falten wurden im Voraus beim Bügeln gestärkt. Wie hypraschlau von ihr!
Verstehen endlich die kleinen lieben Freunde des JB, warum er so enttäuscht war? Er hatte ja gar nicht an den hellbraunen mit gestärkten Falten Burrengodetmaxirock für seine eigene Nutzung und Ankleidung gedacht. Und er möchte so gerne einen. So könnte er in seinem sozialistischen Palast besser arbeiten, besser denken, einfach besser sich selbst sein. Und wiederum wären Renate und Angélique auch eifersüchtig. Das wäre eine schöne Rache!
Seufz…


Ein bisschen später legte Panza dieses Lied auf:



Der JB musste wieder vor sich hin seufzen. Was für ein schönes Lied. Zu schön. Der JB, dieses kleines Ding ohne hellbraunen mit Falten gestärkten Burrengodetmaxirock, verträgt nicht so viel Schönheit. Und nicht nur schön ist die Coverversion der Gaylads, die ist auch so traurig, so wehmütig — eigentlich wie das Original von Simon & Garfunkel. Es sollte verboten sein, so viel traurige Schönheit (ein Pleonasmus) bei einem Nighter aufzulegen. Die Gaylads singen die erste Strophe nicht, und hiermit beschränken sich auf das Umgehen mit anderen Menschen: wie man sich plötzlich fremd in einer Masse fühlt, allein und verlassen. Oh nee… Aber diese erste Strophe ist bluterfrierend, jedenfalls für den JB, dieses kleines Ding ohne hellbraunen mit gestärkten Falten Burrengodetmaxirock:
Hello darkness my old friend
I've come to talk with you again
Because a vision softly creeping
Left its seeds while I was sleeping
And the vision that was planted in my brain
Still remains
Within the sound of silence

Und der JB erinnert sich.
Es war in einem anderen Nighter, vor circa einem Monat. Im Schreina. Er war auf der Tanzfläche, mit I (das Geburtstagskind der Woche), Sounds of Silence wurde da auch aufgelegt, und er sagte I: "The Graduate. Mit Dustin Hoffman und Anne Bancroft."
Denn er erinnerte sich auch auf die Schlussszene. Nachdem Benjamin Braddock (Dustin Hoffman) Elaine Robinson (Katharine Ross) entführt hat. Sie sitzen in dem Bus, der die Stadt verlässt, ganz hinten. Und dann fängt das Lied an. Sie reden nicht mehr. Auch sie erinnern sich. Sie sind zusammen, aber trotzdem alleine:

 

Seufz wieder… Zu viel traurige Schönheit.

Und eigentlich ist das Original schön genug um auf dem tätowierten rauchenden Blog zu stehen.



Tschö-öh!

mercredi 3 août 2011

"as the ceiling flew away"

C'est comme dans un roman français des années 80: brusquement, JB décide de travailler dans le salon et non plus dans le bureau de son appartement socialiste.

Il est là, dans son salon, assis à sa grande table blanche, en train d'écouter la version triste et belle (= pléonasme!!!) par Roland Alphonso du tube de Procol Harum, White Shade of Pale, qu'il a rebaptisée Hop Special…:



La version originale, quant à elle, commençait par ces vers (les petits amis de JB comprendront ainsi mieux la suite des événements):
We skipped the light fandango
turned cartwheels 'cross the floor
I was feeling kinda seasick
but the crowd called out for more
The room was humming harder
as the ceiling flew away

JB écoute donc Roland Alphonso, un chouïa cafardeux, fixant d'un œil rassuré une photo de la statue Karl Marx (Marx merci, comme dit toujours JB en allemand (Marx sei dank), lui qui refuse désormais de dire Dieu merci (= Gott sei dank)), quand il se dit donc tout à trac qu'il va momentanément déménager son lieu de travail dans le salon.
Du même coup, il repense par exemple à La Salle de bain (sans S à bain comme pourtant le veut l'orthographe française) de Jean-Philippe Toussaint, qui commence ainsi:
1) Lorsque j'ai commencé à passer mes après-midi dans la salle de bain, je ne comptais pas m'y installer; non, je coulais des heures agréables méditant dans la baignoire, parfois habillé, tantôt nu.

Dans le même mouvement, JB se dit que son bureau est trop encombré et que cela participe de sa panne traductionnelle. Et si c'est peut-être une vue de l'esprit, ce n'est pas son cher ami É qui le contredira, bien que ce dernier soit si loin qu'il ne peut sans doute rien en savoir. JB décide également de ranger son bureau dès demain pour éclaircir l'espace et, ce faisant, sa tête compliquée.
Dans le même mouvement, JB descend de son étagère à livres (comme on dit littéralement et si prosaïquement en norvégien = bokhylle) un autre roman de ces années 80, La Moustache, d'Emmanuel Carrère, dans lequel un personnage aussi lymphatique que celui de l'écrivain belge , et passablement désabusé qui plus est, décide de jour au lendemain de se raser la moustache.
Dans les deux cas, ce n'est pas du tout l'ordre escompté qui va régner, mais bien le désordre, le bazar général dans la vie et le bordel ambiant dans la tête. JB, qui ne goûte pas aux adages populaires et espère donc que la formule jamais deux sans trois ne s'appliquera pas.

Et donc, sur les notes de saxophone de Roland Alphonso et non plus de l'orgue Hammond de Matthew Fisher, JB se met au travail dans son salon, non sans penser aux paroles de la chanson et aux images de film de John Lvoff, qui avait porté à l'écran le roman de Jean-Philippe Toussaint, dont il reproduit ici une image pour ses petits amis:

mardi 27 avril 2010

Partage/Teile mit mir

Es ist noch früh und ein Kind geht schon zur Schule vor mir. Sonst sind es kaum Menschen auf der Strasse.
Il est encore tôt et un enfant va déjà à l'école juste devant chez moi. Sinon, la rue est quasi-déserte.

© icke

Sans vraiment en comprendre la raison, Kalliolle Kukkulalle s'impose à l'esprit - une chanson traditionnelle finlandaise, que le groupe de propagande est-allemand Oktoberklub a interprété en 1973. Et ça aussi, cette émotion qu'on éprouve systématiquement à l'écoute de cette chanson, demeure un mystère.
Ohne ganz zu verstehen denkt man an das finnische Volkslied Kalliolle Kukkulalle, das die Oktoberklub (ja, sie!) damals in 1973 gesungen hat. Man mochte dieses Lied immer. Das auch ohne ganz zu verstehen.



Auf Finnisch erzählt das Lied die Geschichte von einem Mann, der sein Haus auf einem Berg baut; er fragt ein Mädchen mit ihm hineinzuziehen; würde sie das ablehnen, dann würde er weggehen und niemals mehr zurückkehren.
Auf deutsch gehen die Texte so: "Helle Wasser Dunkle Wälder / und die Sehnsucht sind mein Haus. / Komm zu mir und teile mit mir / Tag und Wärme, Kälte auch. / Wo wir gehen blüht das Laub, / sind Wege kürzer, Winter grün. / In deinen Augen wächst mein Leben, / Dein Gesicht darf nicht vergehn."
Und dann versteht man. Eins, Die Sehnsucht, ein Wort, das wir nicht auf franzosisch haben, wir benutzen eher das Wort mélancolie (die Skandinavier reden von lengsel, und das Wort hat die gleiche Valör wie auf deutsch). Zweitens, das worüber wir gestern auch mit M. geredet haben. Warum werde ich gerührt, wenn ich z. B. ein Lied höre? Weil das Lied in sich melankolisch ist? Oder weil das Lied auf eine in mir liegende Melankolie appelliert?


En finnois, la chanson parle d'un homme qui vient de construire sa maison sur une montagne, il demande à une jeune fille de s'y installer avec lui et dit que, si d'aventure elle venait à refuser, alors il partirait, loin, pour ne plus jamais revenir.
En allemand, la traduction dit: "Les eaux claires comme les forêts sombres et le Sehnsucht sont ma maison. / Viens auprès de moi pour mieux partager le jour et la chaleur, mais aussi le froid. / Là où nous allons le feuillage bourgeonne, les chemins sont plus courts et l'hiver y est vert. / Ma vie grandit dans tes yeux, ton visage ne doit jamais disparaître." Et là on comprend.
Primo, le prolongement de la discussion d'hier avec M. Cette discussion qui portait aussi sur le Sehnsucht, ce désir nostalgique qui n'est pas stérile mais qui se projette - les Scandinaves ont un mot eux aussi: lengsel - quand nous, Français, parlons davantage de mélancolie (le mot aspiration, aujourd'hui dans ce sens-là tombé en quasi-obsolescence, correspond  assez bien à l'idée de Sehnsucht). Secundo, l'autre facette de notre discussion: pourquoi suis-je mélancolique en écoutant une chanson? est-ce parce que celle-ci contient une mélancolie, exprime en soi la mélancolie? ou bien parce que la chanson touche un point de mélancolie en moi?


Et enfin, tertio, on comprend, que cette chanson sur le besoin d'être deux, de ne pas être seul, nous dit quelque chose à nous aussi. Forcément.
Und drittens versteht man letztendlich, dass dieses Lied über das Bedürfnis nach Zweisamkeit, damit man nicht in Einsamkeit lebt, uns etwas sagt. Selbsverständlich.


Man schaut hoch in den Himmel hinein, der trotz der Wolken knallblau ist. Dieses darf nur ein schöner Tag sein.
On lève les yeux vers le ciel, d'un bleu éclatant malgré les nuages. Ce doit forcément être une belle journée.


© icke

mardi 13 avril 2010

On my bending knees

Never was a song more appropriate.
Never was a song so sad, so beautiful and so accurate.
(With Zoot Simms.)

samedi 10 avril 2010

"If you feel that you can't go on"

Allez, pour tous ceux qui ne seraient toujours pas convaincus par le ska, on va tenter d'être pédagogique et de les subjuguer avec ce morceau archiconnu de 1966, des Four Tops; puis, juste en-dessous, montrer la version très blue beat (entre le ska et le rocksteady, plus calme), la même année, par Derrick Harriott.
Cette chanson a qui plus est l'avantage, pour toutes les âmes en peine, de redonner espoir, de se sentir moins seul qu'on ne le croit. D'une façon sans doute très romantique, après avoir écouté les paroles, on peut se dire, ou du moins s'imaginer, que quelqu'un est là quelque part pour nous ("Quelqu'un va venir" - affirme Jon Fosse, et tant pis si Jon Fosse n'est vraiment pas notre tasse de thé ni de chicorée!). Puisque c'est vrai, il faut y croire: il y a pour nous quelqu'un quelque part - c'est juste que nous ne l'avons pas encore rencontré(e); et certes ça dure mais ça va venir, patience…
Mais, d'une manière cette fois très mélodramatique, on peut aussi verser une larme puisque, oui, aussi, cette chanson a des accents tristes. Aïe…
Enjoy!

So, für die jeingen, die noch nicht von Ska überzeugt wären, machen wir heute ein pedagogisches Versuch um sie zu entzücken mit diesem hyperberühmten Lied von 1966, von The Four Tops; und, unten, die Coverversion, sehr blue beat (zwischen ska und rocksteady, ein bisschen ruhiger), von Derrick Harriott, auch in 1966 gesungen.
Das Lied hat übrigens vom Vorteil, dass es wieder Hoffnung gibt: nein, man ist nicht so allein, wie man denkt. Vielleicht sehr romantischerweise, nachdem man die Songtexte gehört hat, kann man ja denken, bzw. sich vorstellen, dass jemand da, irgendwo, für uns ist. Denn es stimmt, und man muss daran glauben. Melodramatischerweise darf man auch eine Träne weinen, denn vielleicht ist das Lied auch ein bisschen trüb. Ach…
Enjoy!



dimanche 4 avril 2010

Invisible




Sauf que même celui qui est invisible finit inéluctablement par être vu, comme un contour blanc en mouvement dans la nature alors qu’il n’y a nul endroit où se cacher. Et celui qui se cache en s’enfonçant dans un trou ressurgit à l’entrée d’un autre trou, le printemps suivant – comme une petite taupe.
Buzz Aldrin, Johan Harstad, traduit par Jean-Baptiste Coursaud, Gaïa éditions, 2009

dimanche 28 février 2010

"it's hard to confess"

27022010, 22h55


27022010, 23h35
© icke

28022010, 02h00
© icke

28022010, 04h35
(…) 
so schwerlos leicht
wie Glas
ist auch ihr Gespraech
(…)
Franz Joseph Herrmann

28022010, 10h15

lundi 28 décembre 2009

Disappearance

Listening to this.

Found here on the Internet, about the video:

Found here also on the Internet, about the lyrics:

We will see, oh now, in a day or two
You will wait
See me go
I don't care, when you're head turned __ _ __

lundi 14 décembre 2009

Zement

Nach einer Nacht voller üble Träume, wo man in dem Unbewusstsein wie üblich dann sein bester Feind wird, gilt nachher nur die englische Version von Mackie Messer, und genauer dieser Satz:

Oh, that cement is just, it's there for the weight, dear


Und dazu die Version von Dame Marianne Faithfull:

mercredi 22 avril 2009

Babylove and The Van Dangos

Und los ging es am Freitag nach Leipzsch, Érics Geburtstag feiern, zusammen sein (insbesonders mit Gabi und Norman), Freundschaft erleben und geniessen, und natürlich Musik hören, Konzerte sehen. Dank Érics unheimlicher Grosszügigkeit wurde es ein Grosserlebnis.
Grosserlebnis war für mich auch das Konzert von den Dänen/Schweden [der Sänger ist ja Schweder, der sagt es auch: "As we say in Swedish: tack som faen!"] von Babylove & The Van Dangos. Es gibt Gruppen, die die Musik kennen (The Walkyrians ist ein sehr gutes Beispiel) und den Unterschied merkt man sofort. Und die Stime des Daniel Broman… chapeau! Nulle wie ich bin, kamen mir regelmässig die Tränen und seitdem höre ich fast nur auf Brand New Beat, dieser Rocksteady-Ohrwurm, der doch optimistisch ist: eines Tages kommt ja die Liebe. Nun ja… Wenn sie es das sagen. Hier unten eine Version des Liedes auf Konzert:



Und wie André Pilz es sagte: "Weine nicht, Schatz!"

jeudi 12 février 2009

"en dépit de ce qu'on peut croire"

(…) seulement voilà, jamais ça ne se passera comme ça, en dépit de ce qu'on peut croire, car en permanence il y a des écarts, des fossés qui font qu'on est tiraillés de toutes parts et qu'on ne fait pas assez attention les uns aux autres (…)

© Johan Harstad pour le texte; © Jean-Baptiste Coursaud pour la traduction
© Gyldendal Forlag pour l'édition originale; © Gaïa Éditions pour l'édition française

mardi 13 janvier 2009

"I tried in vain to disconnect my brain"

Ich mag gar nicht die heutige Techno, aber die Electronica gefällt mir eigentlich ganz gut. Je mehr downtempo ist sie, desto interessanter finde ich sie. Und gerade Plastikman ist für der Meister dieses Genres. Das Stück hier, mit sogar ein meisterhaftes Video, entspricht auch gerade, noch wieder, die heutige Stimmung.

Certes je n'aime pas franchement pas la techno d'aujourd'hui, mais l'electronica n'est pas sans me plaire. Plus elle est downtempo et plus je la trouve intéressante. Justement, Plastikman est pour moi le maître dans ce genre. Ce morceau, là, ci-dessous, avec non seulement une vidéo magistrale, correspond aussi, encore, à l'atmosphère du jour.


lundi 12 janvier 2009

"Happier than you and me!"

Heute abend wieder gehört, Mongoloid, von Devo, damals in 1978, übrigens in der… französischen Glotze, und da schräger als schräg, pissegelb und immer noch genauso geil. Und irgenwie sooo passend zu der heutigen Stimmung:
"Mongoloid, he was a mongoloid / happier than you and me"

Réécouté ce soir,
Mongoloid, de Devo, datant de 1978, et d'ailleurs diffusé dans le poste… (f)rançais, et à l'époque plus déjanté que déjanté, jaune pisse, et toujours aussi génial. Et, d'une certaine manière, tellement adapté à l'atmosphère du jour.
"Mongoloid, he was a mongoloid / happier than you and me"

samedi 27 décembre 2008

The Moon Invaders am Samstag

Heute ist es wieder Samstag und Samstag ist ja Skamstag, das wissen wir schon. Und heute Skamstag geht nach… Belgien! Mit The Moon Invaders. Eigentlich wollte ich Wasn't made for love finden, denn es passt genau zu der heutigen trübigen Stimmung. Hab aber nur Old Friend gefunden, den ich laut iTunes schon 70 Male seit dem 13.07.2008 gehört habe.
The Moon Invaders, sowie The Caroloregians (selbe Sänger), muss man unbedingt live sehen. Die haben so eine kommunikative Kraft und Euphorie. Und diese Mischung zwischen 60'er Motown und Ska passt eigentlich perfekt zusammen. Grosse Musiker sind sie auch – man beachte die Orchestration und die Akkorde.

Rubbzzz!

mercredi 5 novembre 2008

J

(Nach der Demo und nach J ist fast alles wie in dem Lied von Vincent Gallo, When. Na ja. Frage: Wer singt? Isch auf jeden Fall nüsch – ich singe nur Honey Bunny von ihm.)

mardi 30 septembre 2008

Réconfort

En fait, je voulais mettre Running Wild, des Tindersticks, qui correspondait tellement à l'humeur du jour. Et puis je suis tombé sur ce morceau, là, en bas. Et puis je me suis souvenu que j'étais au concert avec Eric, que c'était une soirée formidable, à Berlin, chez moi. Et puis le morceau a des accents ska, avec ses instruments à vent et son orgue Hammond. Et même les fans d'Amy Winehouse s'y retrouveront. Et enfin la chanson est tout de même un peu réconfortante, et c'est justement ça que cette journée réclame. Dont acte.